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16 (1880) Agis und Kleomenes
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Allein diese Menschen besaßen, wie cs scheint, nur Kraftgenug, um die Kühnheit des Kleomenes zu preisen und zu be-wundern, während Niemand den Muth hatte, ihm zu folgen, oderbcizustehen.

Indessen kam Ptolemäus, Chrysermos' Sohn, vom Hofe da-hergegangen; drei fielen alsbald über ihn her und tödteten ihn.Als auch ein zweiter Ptolemäus, der städtische Kommandant, ineinem Wagen auf sie zufnhr, rannten sie ihm entgegen, jagtenseine Diener und Trabanten nach allen Seiten auseinander, rissenihn selbst vom Wagen herab und tödteten ihn gleichfalls.

Hierauf zogen sie nach der Burg, und beabsichtigten, daselbstdas Gefängnis' aufzubrechen, um die ganze Masse der Eingcsperrtenfür ihre Zwecke zu verwenden. Allein die Wache hatte noch beiguter Zeit gehörig abgesperrt, so daß Kleomenes, nach dem völligenScheitern auch dieses Versuchs, andere Richtungen einschlug undin der ganzen Stadt umherirrte. Kein Mensch schloß sich ihman; Alles lief in ängstlicher Hast davon.

So resignirte er also und sprach zu seinen Freunden: „nun,da war's kein Wunder, daß hier Weiber herrschen, über Männerherrschen, die vor der Freiheit davonlaufen!" Zugleich ermahnteer alle, sein und ihrer früheren Thaten würdig zu sterben!

Zuerst wurde Hippitas, auf seine eigene Bitte, von einemder Jüngeren niedergestochen. Dann tödtete sich von den AndernMann für Mann unerschrocken und furchtlos mit eigener Hand.Nur Panteus fehlte noch, welcher einst der Erste war, der dieMauern von Megalopolis erstiegen hatte. Dieser stand in derschönsten Blüthezeit des Lebens und war auch in seinem Benehmender edelste aller Jünglinge. Der König hatte ihn daher als Lieb-ling stets in seiner Nähe gehabt und befahl ihm jetzt: „wenn erihn und alle Andern gefallen sehe, — erst dann sich den Todzu geben."

Bereits lagen sie insgesammt am Boden. Da ging nunPanteus herum und gab Jedem mit dem Dolch einen kleinenStich, um zu versuchen, ob in Keinem mehr noch etwa verstecktesLeben wäre. Auch den Kleomenes stach er, und zwar in dieFerse; und als er sah, daß dieser das Gesicht dabei verzog, küßte