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16 (1880) Agis und Kleomenes
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König Zeit fände, die Pauke aus der Hand zu legen und dasSaufgelage seiner Feste aufzugcbcn, um ihn — umzubringen.

Cap. 37.

Nachdem dieser Entschluß gefaßt und glücklicherweise Ptole-mäus nach Kanopus verreist war, sprengten sie vor Allem dasGerücht aus, daß Klcomenes von dein König aus seiner Haftentlassen werde. Sodann handelte man nach einer gewissen könig-lichen Gewohnheit, wonach Solchen, die ans dem Gcfängniß frei-gegeben werden sollten, ein Festessen und sonstige Geschenke über-bracht wurden. Demgemäß ließen auch die Freunde des Klcomenesviele derartige Dinge für ihn Herrichten und schickten sie von aus-wärts hinein, indem sic die Wächter täuschten, welche Alles vondem Könige hcrgesandt glaubten. Er hielt sogar ein Opfer undgab ihnen von Allem ihren reichlichen Anthcil, setzte Kränze ansden Kopf und schmauste behaglich und fröhlich mit seinen Freunden.

Indessen soll er. früher, als seine Absicht gewesen war, zuder Ausführung geeilt sein. Er bemerkte nämlich, daß einer vonden Sklaven, die um den Plan wußten, außerhalb des Hausesseiner Geliebten einen Besuch gemacht hatte. Somit befürchteteer eine Anzeige. Als cs Mittag war und er seine Wächter inder Trunkenheit eingcschlafen sah, zog er sein Unterkleid an, wo-von er die Naht auf der rechten Schulter aufgctrennt hatte, undstürzte nun mit gezogenen: Schwert zum Palaste hinaus, in Be-gleitung seiner Freunde, welche in gleicher Weise ausgerüstet waren,— dreizehn an der Zahl.

Hippitas, der etwas gelähmt war, drang Anfangs gleichfallsin stürmischem Muthc hinaus; als er jedoch sah, daß die Andernum seinetwillen langsamer vorwärts zogen, forderte er sie auf,ihn umzubringeu und nicht die ganze Unternehmung zu verderben,indem sie auf einen unbrauchbaren Menschen warteten. Zufälligaber führte ein Einwohner von Alerandricn gerade ein Pferd ander Thüre vorbei. Dies nahmen sie ihm ab, setzten flink denHippitas hinauf und jagten nun durch die Straßen, wobei siczugleich das ganze Volk zur Freiheit anfricfcn.