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16 (1880) Agis und Kleomenes
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18
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18 Plutarch, Agis.

wenn man gegen die Fremden nicht eine förmliche Aus-treibung vornahm?"

Agis erwiderte: „er wundere sich gar nicht über Leonidas,wenn derselbe, ausgewachsen im Ausland und verkuppelt anSatrapentöchter, gar nicht wisse, das; Lykurg auch alles Leihenund Entlehnen, samt der Münze selbst, aus Sparta verbanntund von den in den verschiedenen Städten befindlichen Fremdennur solche nicht habe leiden mögen, welche sich mit den Landes-sitten und Landesbräuchen nicht haben vereinigen können. Wenner sie austrieb, so sei das kein Kampf gegen ihre Person ge-wesen, sondern eine Furcht vor ihrem Leben und ihrer Lebens-weise, weil sie vielleicht bei ihrer Vermengung mit den Bürgerneinen Hang zur Üppigkeit, Weichlichkeit und Habsucht hättenerzeugen können. Terpa'nder, Thalles und Phereky'des seien auchFremde gewesen; weil sie jedoch allezeit mit Lykurg überein-stimmten in dem, was sie sangen und dachten, so hätten sie inSparta eine ausgezeichnete Hochachtung genossen. „Du selbst",fuhr er fort, „lobst den E'kprepes, der als Ephore dem MusikerPhry'nis zwei von seinen neun Saiten mit der Axt abhieb.Du lobst auch die, welche unter Timo'theus ein anderes Malgerade das Nämliche thaten. Uns dagegen tadelst du, weil wirLuxus, Verschwendung und Übermut aus Sparta vertilgenwollen! Als ob nicht auch sie das Hochmütige und Überschweng-liche in der Musik nur darum zu verhüten gesucht Hütten, da-mit es nicht an einem Platze aufkomme, wo das Übermaß unddie Überschwenglichkeit im Betragen, in der Lebensweise unsereStadt in sich selbst verstimmt und unharmonisch gemacht hat!"

Elftes Kapitel.

Hierauf stellte sich die Masse des Volkes völlig auf dieSeite des Agis, während dagegen die Reichen den Leonidasaufforderten, sie nicht preiszugeben. Auch die Mitglieder desSenates, welche in der Vorbereitung der Beratungen ihre be-deutendste Macht hatten, wurden durch Bitten und Zureden aller

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