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16 (1880) Agis und Kleomenes
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Plutarch, Agis.

der Menge seiner Schulden, von welchen er frei zu werden hoffte,wenn er eine Änderung der Staatsverhältnisse herbeiführte.

Sobald daher Agis diesen Mann gewonnen hatte, machte erunverzüglich einen Versuch, in Verbindung mit ihm auch seineMutter zu überreden. Letztere war eine Schwester des Agesilaus,eine Frau, die bei der Menge ihrer Klienten, Freunde undSchuldner einen bedeutenden Einfluß in der Stadt besaß, ja so-gar vielfach auf die öffentlichen Angelegenheiten entscheidend ein-wirkte.

KieU-mtes Kapitel.

Als diese Frau von der Sache hörte, erschrak sie anfänglichin hohem Grade und suchte den jungen Mann von seinen Be-strehungen abzubringen, deren Verwirklichung ihr ebenso unmög-lich, als unnütz erschien. Allein Agesilaus belehrte sie, wie schönder Plan und von welch hohem Interesse dessen Ausführung sei.

Auch der König selbst bat seine Mutter, ihm ihren Reich-tum für sein ehrenvolles und rühmliches Unternehmen zu über-lassen. „An Geld und Geldeswert", sagte er, „vermöge er frei-lich nicht, sich den andern Königen gleichzustellen. Der Dienereines Satrapen, der Sklave eines Hausverwalters bei Ptolemä'usoder Seleu'kus besitze mehr, als alle Könige in Sparta mitein-ander. Wenn er aber die Üppigkeit jener Leute mit Mäßigkeit,mit Einfachheit, mit Seelengröße überbiete, wenn er den Grund-satz der Gleichheit und Gemeinsamkeit für seine Mitbürger wiederfeststelle: so werde er sich den Namen und den Ruhm eines wahr-haft großen Königs erringen."

Diese Worte bewirkten einen völligen Umschlag in den Ge-sinnungen der Frauen. Von den rühmlichen Bestrebungen desjungen Mannes wurden sie selbst gehoben; ja, sie wurden voneiner solchen Begeisterung für das Edle erfüllt, daß sie sogar denAgis auch ihrerseits aufmunterten und zur Eile antrieben. Siebeschieden ihre Freunde zu sich, sprachen ihnen zu und redetenauch mit den anderen Frauen; denn sie wußten eben recht wohl,daß die Lakedämo'nier stets willig auf die Stimme ihrer Weiber