sich wieder vereinigen wollten, stießen ans die Division, dieuns vom Wege noch Verona abgeschnitten hatte. So-gleich verbreitete sich im Rücken das Gerücht, daß die sranz. Al-inee umzingelt und verloren sei.
Mehr als einmal war an diesem Tage der Obergcncralvom Feinde umgeben. Mehrere Pferde wurden unter ihm getödtetoder verwundet. Chabot hielt Verona mit einer Hand voll Men-schen, aber die Division von Saldier» war den 2 len zu St. Mi-chael so geschlagen worden, daß sie nichts weiter hatte unterneh-men können. Sie begnügte sich damit ihre Stellung zu behaupten.
Vlli. Provera's Uibergang über die Etsch. — Ermarschirt auf M a n tu a. — Am i-rtcn schlug Provera eineDrücke zu Anghiari, und ging am ibten mit Tagesanbruch oberdie Etsch und nach Mantua zu. Augcreau rückte gegen die stiudli-che Brücke aus, nahm iüou Mann gefangen, die Provera zur Be-hauptung derselben znrückgclassen hatte, und bemächtigte sich nocham wütender Brücke. Aber Provera hatte einen Marsch vorihm voraus. Die Blokade von Mantua war in Gefahr.
Es ist schwer, einen Feind, der mehrere Pontonsvorrichtungenim Besitz hat, vom Uibergange über einen Fluß abzuhalten, wenndie Armee, welche den Uibergang vertheidiget, eine Belagerungdecken soll. Hier muß der General seine Maasrcgeln genommenhaben, um in eine Stellung zwischen den Fluß, den er verthei-digt und den Platz den er deckt, vor dem Feinde zu gelangen.Diesem zu Folge hatte der stanz. General seine Befehle gestellt.Sobald der Feind übergegangen seyn würde, sollte man sich nachMolinella hin bewegen, da vor ihm ankommcn, und nachdem mandiesen Ort gedeckt, ihm entgegen gehn. Daß dieser Grundsatz wiediese Instructionen vergessen wurden, setzte die Blokade von Man-tua in Gefahr.
Als Napoleon um 3 Uhr Nachmittags erfahren hatte, daßProvcra eine Brücke zu Anghiari schlage, sah er auch schon vorauswas daraus folgen würde. Er überließ Massen«, Mürat undJoubcrt das Geschäft, am folgende» Tage Alvinzi weiter zu ver-folgen und marschirre auf der Stelle mit 4 Regimentern vor Man-tua. So kam er zu Noverbello an, als Provera St. Georges er-reichte. Hohenzollern, welcher Prvveras Avantgarde anführte, trafdort am illten mit Tagesanbruch ein. An der Spitze eines Regi-ments, welches in weiße Mäntel gehüllt war, erschien er an demLhore von St. Georges. Er wußte daß diese Dorstadt nicyt befe-stigt war und durch eine bloße Feldschanze gedeckt ward, folglichhoffte er, sie zu überrumpeln. MidiiS, der dort commandirte.