Druckschrift 
4 (1823)
Entstehung
Seite
106
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geus angreifen wollten. Die Colonne rechts, die »och sehr weitentfernt war, sollte das Plateau von Rivoli von hinten umzin-geln. Sie konnte vor io Uhr nichr anlangcn. Die ersteDivision des Centrums sollte die Bestimmung haben, von links herunsre Stellung aiizngreifen. Die zweite, welche auf dem ober»Kamme des Montebalbo bei St. Marco stand, hatte den Zweck,sich der Kapelle von St. Marco zu bemächtigen, in das Placeauvon Rivoli h rabznrücken, und der Colonne links, w.lche sich amFuße des Moutcbaldo hingezogen hatte, und die jetzt am Randedes Plateau, längs der Ctsch hin, in der Tiefe des Thals bivoua-kiree, den Weg zu öffnen. Das öte Bivouak schien eine Reserve-Division: Es befand sich weit hinten.

Nach diesem Beziehungen richtete Napoleon seinen Plan ein.Er befahl Jonbert, der die Kapelle von St. Marco geräumt hatteund das Plateau von Rivoli nur durch eine Arrieregarde besetzthielt, sofort die Offensive wieder zu ergreifen, sich der Kapellewieder zu bemächtigen, und mit Tagesanbruch die zweite Divisiondes feindlichen Centrums, die ans dem obern Kamme stand, soweit als möglich zurück zu drängen, roo Croaten durch einen Ge-fangnen von der Räumung der Kapelle von St. Marco benach-richret, hatten eben davon Besitz mhmen wollen, als I.uberr um4 Uhr früh, zu ihr hinaufrückte, und se.ue erste Stellung wiedereinuahm.

Das Kliengcwchrfener entzündete sich mit einem RegimenteCroaten. So wie der Tag anbrach, griff Joubert die Divisionvor ihm an, und trieb sie auf dem obersten Kamme des Moute-baldo, welcher daS Thal der Etsch beherrscht, von einer Höhe zurandern. Jetzt beeilte die erste östreichische Division des Centrumsihren Marsch, und kam etwas vor g Uhr auf den Höhen der lin-ken Seite des Plateau von Rivoli an. Sie hatte keine Artilleriebei sich. Das >4te und Lüste Regiment, welches dieses Plateaubesetzt hielt, hatte jedes eine Batterie. Das >4te Regiment, wel-ches den rechten Flügel hatte, wies die Angriffe des Feindes zu-rück, das SLste ward überflügelt und durchbrochen. Doch der fran-zösische General eilte zu der Division Massen«, die, weil sic dieganze Nacht hindurch marschirt war, ein wenig ausruhte, führtesie dem Feinde entgegen, und in weniger als einer hal-ben Stunde war die erste östreichische Division des Centrumsgeschlagen und in Unordnung gebracht. Es war halb n Uhr. Dieöstreichische Division des linken Flügels ans Zouo Mann Infante-rie und ü bis 6o»o Mann Cavalerie, den ganzen Ambulancen undder schweren Bagage der Armee bestehend, die in der Tiefe des