Druckschrift 
4 (1823)
Entstehung
Seite
73
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Etwas später kam die Nachricht, daß die feindliche Divi-sion von St. Osetto ihre Vorhut schon nach BreScia gesandt, unddort keinen Widerstand gefunden habe, weil man daffelbst nur SooGenesende, zur Bewachung der Hospitäler gelassen hatte. So wardie Commnnikation der Armee mit Mailand über Brescia wirk-lich abgcschnitten, und man hing nur über Cremona noch mitdieser Stadt zusammen.

Feindliche Soldaten zeigten sich schon auf allen Straßen, dievon Brescia nach Mailand, Cremona und Mantua gehen, und ver-kündeten überall, daß eine Armee von 80,000 Mann nach Bres-cia eingerückt, und eine andre von 100,«00 Mann zugleich durchVerona ziehe.

Jetzt erfuhr man auch, daß die auf Salo gerichtete feindlicheDivision mit Soret handgemein worden sei), und dieser, von denbeiden andern Divisionen, die über Brescia und Lonato vorrückten,in Kcnuimß gesetzt, gefürchtet sich von Brescia und der Armeeabgeschnitten zu sehen, und es daher für gerathen gehalten habe,sich auf die Höhen vou Dezeuzano zurückzuziehn, um seine Com-munikatiouen nicht zu verlieren. Den General Guicur hatte erzu Salo mit iboc, Mann in einem alten Schlosse, einer Art vonFestung, die doch vor einem Handstreiche schützte, gelassen. Die

feindliche Division von Gavardo hatte Vorposten nach Ponte St.Marco geschickt, sie waren aber durch eine Compagnie Chasseurs,die sich dort fanden, festgenommen worden.

V. Großer und schneller Entschluß, den der Ge-neral ergreift. Gefecht von Salo. Gefecht von Lo-ri ato, am Z-. Juli. Von diesem Augenblicke an lag Wurm-sers Angriffsplan offen da. Gegen diese gesummten Srrcitkraftevermochte die sranz. Armee allein nichts. Es stand hier kaum ei-ner gegen drei. Aber allein gegen jedes einzelne Corps, da fandnoch Gleichheit statt.

Auf der Stelle faßte der stanz. General seinen Entschluß.Der Feind hatte angriffswcise verfahren und hoffte dabei zu blei-ben. Der sranz. General beschloß, dessen Plane zu stören, indemer selbst auch angreife. Wurmscr nahm die sranz. Armee in derPosition von Mantua als feststehend an. Napoleon beschloß so-gleich sic mobil zu machen, indem er die Belagerung dieser Fe-stung aushebe, seinen Belagcrnngspark opfte, und die vereintenLräfte der ganzen Armee, mit reißender Schnelle ans eins derCorps des feindlichen Heers werfe. Da der rechte Flügel der öst-reichschcn Armee, der auf der Chaussse der Chiesa und von Bres-