Druckschrift 
3 (1823)
Entstehung
Seite
51
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ttn, übersetzt und erklärt, so wie alle Maasregcl» zu Errichtungvon Magazinen und zu Stärkung der Truppe» getroffen. Unglück-licher Weife hatte Steiugel ein schlechtes Gesicht, ein wesentlicherFehler bei seinem Metier, der für ihn sehr verhauguißvoll wurde,md zu seinem Tod beitrug. Nach der Schlacht bei Mondovi gi„Sder Dbergeneral nach Charasco, Serrurier aus Fossano und Auge»«an auf Alba los.

vm. Wegnahme von Charasco,' am 25. April.Die gedachten drei Colonnen rückten zugleich am 25. April zuCharasco, zu Fossano und zu Alba ein. Colli hatte sein Haupt-quartier an dem nämlichen Tage noch zu Fossano, als Serrurierihn daselbst vertrieb. Charasco, an der Mündung der Stura unddes Tanaro, war befestigt, aber schlecht ausgerüstet und verpro-viantier, weil cs kein Grenzort ist. Der französische General legtegroßen Werth auf den Besitz dieses Platzes. Er fand Kanonendarinn, und ließ mit Macht arbeiten, um ihn in gehörigen Vcr-lheidigungsstand zu setzen. Die Avantgarde ging über die Sturaund rückte noch bis jenseits des Städtchens Bra vor. Unterdessengestaltete die Vereinigung mit Serrurier unS nun eine direkte Ver-bindung mit Nizza über Ponte «Dinava. Wir erhielten Artillerie-Verstärkungen und alles, wasman indessen hatte vorberciten können. Inallen den verschiedenen Gefechten hatte man vielArtillcriegegcnstandeund Pferde genommen und bekam dergleichen von allen Seiten ausden Ebenen von Mondovi. Wenig Tage nach der Ankunft zuCharasco besaß die Armee 60 gehörig bediente Feucrschlündc unddie Cavallerie wurde vollständig beritten gemacht. Die Soldaten, anwelchem den 8 bis i o Tagen dieses Feldzugs keine Lebensmittel vcrcheiltworden waren, empfingen nun regelmäßig ihre Portionen. DasPlündern und andre Unordnungen, die immer mit der reißendenSchnelligkeit der Bewegungen verbunden sind, hörten auf, die Dis-ciplin wurde wieder hergestellt und bei den großen Mitteln, welchedieses schöne Land darbot, veränderte sich die Gestalt der Armeemit jedem Tage. Die Verluste wurden ersetzt. Die große Be-weglichkeit und der glühende Eifer der Truppen, besonders aberdie Kunst, sie dem Feinde immer wenigstens in gleicher Stärke undselbst oft an Zahl überlegen, entgegen zu stellen, so wie die unauf-hörlich errungenen Vortheile harten unS viele Leute erhalten. Zu-dem kamen die Soldaten aus allen Bergschluchten, aus allen De-pots, allen Hospitälern, auf daö erschollene Gerücht unserer Siegeund des Uiberflusscs, der nun bei der Armee herrschte, herbei.Man fand zu Piemont alle Arten von Wein; die von Montfcratblichen den französische». Daö Elend war bisher in der Armee so