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2 (1879) Die Industrie des bergischen Landes : (Solingen, Remscheid und Eöberfeld-Barmen)
Entstehung
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II. 3.

die Schleifer zu reinen Fabrikarbeitern machte. Während siefrüher für 5 1 4 zöllige polirte ratentmesser 19.50 Mark prohundert bezahlt hatte, reducirte sie nun den Lohn auf 8.35 Mark,indem sie berechnete für das

Schleifen und Scharfmachen . . . 1.50 Mark,

Einsetzen.0.40

Kropfpliesten.0.25 ,,

Grobpliesten.0.75

Feinpliesten.1.50

Klarpliesten.1.50

Rücken- und Kropffertigpliesten. . 0.25

Zweimal poliren.2.20

Summa 8.35 Mark.

Demnach rechnet sie sich 11.15 Mark für die Auslagenan, also 7 / 12 des früheren Verdienstes des Schleifers. Mitwelchem Rechte sprach man denn früher von dem ungeheurenVerdienst der Schleifer?

3. Verdienst eines S clnver t sch m i ed es und- s c h 1 eif ers.

Ein Schmied schmiedet täglich vom Muster II. etwa 30Stück zu 20 Pf. = 6 Mark, bei übermässiger Arbeit von 14bis 15 Stunden wohl auch 3540 Stück. Davon gehen abfür den Zuschläger 2 M., für Kohlen 60 Pf., für Feilen 10 Pf.,Verschleiss der Geräthschaften 75 Pf., Mietlie der Schmiede30 Pf., insgesammt 3.75 M. Es verbleiben also 2.25 M. täg-lich oder 13.50 M. wöchentlich, welche auf 17.40 M. gesteigertwerden können. Ein Schleifer schleift 20 Stück zu 20 Pf. =4 hl.; davon ab für Mietlie 1 M. und für Materialien 60 Pf.;es verbleiben 2.40 hl. täglich oder 14.40 hl. wöchentlich; beieiner Leistung von 25 Stück: 3.20 hl. täglich, llei einer durch-schnittlichen Arbeitslosigkeit von drei Monaten im Jahre hatder Schmied wöchentlich 10.50, der Schleifer 10.85 hl.

(Socialdemokratisclie Solinger Freie Presse vom 14. "März, 16. Sep-tember und 9. November 1877.)

IV.

Die Statuten der Solinger Schleiiervereine.

1. Der Verein der Messerschleifer.

§ 5. Die Leitung des Vereins und die Verwaltung derKasse liegt dem Vorstande ob. welcher aus einem Vorsitzenden,einem Kassirer und einem Protokollführer nebst ihren Stell-