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2 (1879) Die Industrie des bergischen Landes : (Solingen, Remscheid und Eöberfeld-Barmen)
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II. 3.

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Knäule, die nicht zu Solingen oder hei ihren Handwerksbrüderngemacht wären, aus fremden Orten nach Solingen bringen,noch deren Kreuze und Knäufe verführen bei Strafe der Con-fiscation. Wohl aber durften sie für ihren Klingenhandei Kreuzeund Knäufe kaufen. Wenn ein Bruder dem andern Kreuzeoder Knäufe abgekauft und ihm Geld darauf gegeben hatte,die Lieferung aber nicht stattfand, so durfte er diesem durchden Vogt das Handwerk schliessen lassen. Wenn ein BruderWaaren fertig hatte und sie nicht verkaufen konnte, sollte eres den Vögten und Rathleuten angeben, damit er in acht bisvierzehn Tagen zu seinem Gelde käme und durch seine Dürftig-keit nicht gezwungen werde, seine Waaren sich selbst und demganzen Amte zum Schaden unter dem Preise zu verkaufen.Wenn dem Vogte die Vermittlung nicht gelang, durfte derMeister selbst verkaufen. Die Erkenntniss an den Herzog be-trug alle Neujahr zwei Goldgulden.

Im Jahre 1672 (oder 1673?) beklagten sich die Kreuz-und Knopfschmiede und -giesser, dass sie nur die Hälfte derZeit beschäftigt seien. Daher sollte ihnen wie seit altersherdas Scheerenmachen Vorbehalten bleiben, zumal das Vergoldenihnen verboten sei.

(Düsseldorfer Staatsarchiv. Herzogthum Berg. Gewerbe und Handel.

Acta 16.)

III.

Löline in Solingen iin Jahre 1877.

1. Berechnung des Verdienstes eines Schleifers.

Dieser macht täglich 250 Stück Gemüsemesser zu 2.70 Markpro hundert. Rechnet man nun, dass in der Fabrik vonHenckels, wo dreissig und mehr grosse Schleifsteine in einemRaume hängen und auf jeder Achse deren zwei jährlich ab-genutzt werden, für jeden Stein einen Tag Arbeitsverlust, somacht das im Jahre sechszig Tage. Ferner kommt es häufigvor, dass ein Schleifstein wieder abgehängt werden muss, etwazehn Tage. Endlich für unvorhergesehene Fälle dreissig Tage.Zusammen sind das hundert Tage im Jahre oder zwei Tagein jeder Woche. Es bleiben also vier bis fünf Arbeitstage zu6.75 Mark pro Tag = 27.0033.75 Mark wöchentlich. Davongehen die Kosten ab.

2. Höhe der Auslagen der Schleifer.

Wie hoch die Kosten des Schleifens sich belaufen, erhelltaus der Berechnung, welche die Firma Henckels mit ihrenArbeitern anstellte, als sie die Arbeitstheilung einführte und