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2 (1879) Die Industrie des bergischen Landes : (Solingen, Remscheid und Eöberfeld-Barmen)
Entstehung
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täte sind erfreuliche; jedenfalls übersteigt der Zudrang diezulässige Schülerzahl um das Doppelte und Dreifache. Einzelneder 25 Schulen vermögen sieh zwar noch nicht über denElementarunterricht zu erheben, andere ergänzen denselbenkaum durch einen elementaren Fachunterricht, eine ganzeReihe besitzt jedoch schon einen umfassenderen Cursus. Mitden letzteren sind gewöhnlich drei vorbereitende Klassen mitElementarunterricht verbunden, dessen man sich jedoch zuentledigen sucht, indem man ihn den allgemeinen Volksschulenüberweist. Auf dieser Grundlage erhebt sich die Fachschulemit drei Klassen, in denen neben Religion, russischer Sprache,Arithmetik, Algebra und Geometrie auch in der Physik, Che-mie, angewandter Mechanik, Maschinenlehre, Telegraphie, imRaufache und Rechnungswesen unterrichtet wird. Der Lehr-plan ist nicht allerorten der gleiche; er wechselt je nach demBedürfniss der verschiedenen Zweige der Eisenbahnverwaltung,oder es sind gar in manchen Schulen zwei bis drei Abtheilungenfür Mechaniker, Bauführer und Telegraphisten mit verschie-denen Cursen eingerichtet worden. An dem theoretischenUnterricht, welcher täglich zwei, drei bis vier Stunden dauert,schliessen sich practische Arbeiten in den Anstalten und Re-paraturwerkstätten der Eisenbahn, auf den Telegraphenämternund im Wagenbau an; kurz es ist eine Combination theo-retischer und practischer Ausbildung, wie sie für Russlandeinheimische Beamte schaffen soll, welche bisher vielfach ausdem Auslande stammen.

Eine aus lobenswerthen Absichten im Jahre 1875 ins Lebengerufene Anstalt ist dieFachschule für Kunsthandwerkerdes Architecten Lambris in Aachen. Wichtiger als die weit-gesteckten Ziele sind die thatsächlichen Leistungen dieserSchule. Bei einer Revision derselben am 22. Februar 1878seitens eines Vortragenden Rathes des Handelsministeriumsstellte es sich heraus, dass die Lehrer zwar recht tüchtig waren,aber dass unter den 46 Schülern nur wenig Ordnung herrschteund der Zeichenunterricht, überhaupt der einzige Lehrgegen-stand, ganz ungenügend war. Derselbe fand nicht eigentlichin zwei Klassen statt, sondern sämmtliche Schüler wurdengleichzeitig in zwei neben einander liegenden Räumen unter-richtet, ohne dass eine Scheidung der Anfänger von den Ge-übteren oder der mit Freihandzeichnen Beschäftigten von dendas geometrische Zeichnen Uebenden stattfand. Die Leistungenwaren mit wenig Ausnahmen mangelhaft und erreichten kaumdas Mass desjenigen, was in manchen Fortbildungsschulen ge-leistet wurde. Geichwohl wurde eine jährliche Unterstützungvon 600 Mark bewilligt, wenn die Stadt die gleiche Summegewährte, jedoch nur bei Erfüllung gewisser Normal Vorschriftenund der Trennung der Abtheilungen für Linear- und Freihand-zeichnen mit beso'nderen Lehrern, welche denn auch gegen-