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bei einigen Bändern der Schlag der Lade schwächer sein, beiandern oft eine Unterbrechung eintreten. Die Modewaarenwerden daher in normalen Zeiten auf Kraftstühlen nur danngewirkt, wenn sie äusserst lohnend sind; in der Hauptsachesind sie der Hausindustrie verblieben.
Damit fällt das Risico der Industrie hauptsächlich auf denArbeiter! Was den Fabrikanten am empfindlichsten trifft, derZinsverlust am Anlagecapital trifft den Bandwirkermeister.Das ist nämlich ein ganz anderer Mann als ein gewöhnlicherWeber. Zunächst sind die geistig-technischen Kenntnisse ganzbedeutende. Die jüngeren Meister haben die Elementar- undFortbildungs-, dann die Webeschule in Barmen besucht, siehaben sich die für ihr Fach erforderlichen Kenntnisse nebeneiner vierjährigen practischen Lehrzeit beim Vater oder einemfremden Meister auch theoretisch erworben; sie kennen die Vor-richtung ihrer Stühle und deren weiteren Betrieb, sie verstehenzu zeichnen und zu patronireu. Auf der Höhe ihrer geistig-technischen Bildung steht ihr materielles Capital. Ein Bandstuhlkostet 1000—1200 Mark, und zwar kann auf einem jeden nureine Specialität gewirkt werden, auf einem schmalen Stuhlez. B. keine breiten Bänder. Während der Zeit des Aufschwunges1870—73 hat eine grosse Verbesserung hierin stattgefunden;durch Vorschüsse und Creditgewährung wurden statt derfrüheren einspuligen Stühle zwei- bis vierspulige eingeführt, sodass man gegenwärtig deren 700 gegen die früheren 100 zählt;die Anzahl der Muster, welche man auf diesen Stühlen wirkenkann, ist weit beträchtlicher als früher, aber sie erfordern eingrösseres Anlagecapital. Mit den Bandmühlen ist noch wenigerreicht, sie müssen auch in Betrieb erhalten werden; dasverursacht die grössten Kosten. Der Meister erhält vom Kauf-mann Ivette und Schuss, Muster und Karten, alles übrige musser sich selbst besorgen. Zunächst geht er an das Vorrichten,und hierin liegt der Schwerpunkt der Rentabilität; sie dauertein bis zwei Wochen und erfordert tlieure Auslagen. Je längerdie Kette ist und je mehr Stücke der Meister mit einer Vor-richtung wirken kann, desto eher amortisiren sich die Auslagenund wird die Arbeit für ihn gewinnbringend; bei ziellosemHin- und Hertaumeln der Mode kann der Meister jede Vor-richtung nur ein einziges Mal verwerthen und arbeitet daheroft mit Schaden.
Die grösseren Bandwirkermeister sind, obwohl sie gegenLohn arbeiten, kleine Manufacturisten zu nennen. In den1860 er Jahren war ein Stuhl die Regel, wohl auch zwei, jetztbringen es manche auf vier und fünf. Jeder Stuhl erfordertzwei bis drei, die Marabouts z. B. drei Arbeiter; das Wirkenist, weil damit die Bewegung der Bandmühle verbunden,Männerarbeit; das Spulen und Liefern besorgen Kinder undFrauen. In den Zeiten des Aufschwungs nehmen die Meister