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II. 3.
langt sehr rasch von dem gemischten Stoffe hei Wolle undendlich bei Baumvolle an, Ins das Band so ordinär ist, dassselbst die Dienstmädchen es nicht mehr tragen wollen.
Die Bandwirkerei wird zum Theil hausimlustriell, zumTheil fabrikmässig betrieben. Eine jede Zeit des Aufschwungsmit ihrem Steigen der Löhne gibt den Sporn zur Aufstellungmechanischer Bandstühle für die einfachen glatten Artikel; einjedes Sinken der Löhne lässt die Fabrikanten zeitweise be-dauern, zum Fabrikbetriebe übergegangen zu sein, da dann dieHand wieder der Maschine Concurrenz bereitet. Jedoch sindalle Fabriken nur neben einem hausindustriellen Betriebe pro-fitabel. In den guten Zeiten sind die Fabrikanten im Stande,die eilendsten Bestellungen sofort auf eigenen Stühlen ausführenzu lassen, wo sie sicher sind, dass die Muster nicht nachgemachtwerden. Beim Rückgänge der Nachfrage setzen sie die aus-wärtigen Handstühle still und reserviren ihren Kraftstühlen dieeinlaufenden Bestellungen, um sich vor Zinsverlusten zu schützen.Je grösser der für die Fabriken reservirte eiserne Bestand anArbeit wird, desto schwankender wird auch das Plus oderMinus der augenblicklichen Conjunctur über diese Menge hinaus.Der Maschinenwirker bleibt daher stetiger in Arbeit, seineBeschäftigung ist eine regelnlässigere und er kommt schwererausser Verdienst; aber da in der schlechten Zeit Stapelartikelund vielfach sogar auf Lager gearbeitet werden, so sind dieLöhne sehr gedrückt. Der Ausfall der Nachfrage trifft haupt-sächlich die Handwirker, ihre Arbeitslosigkeit ist eine gross-artige, in den Jahren 1877 78 schätzte man die Zahl derruhenden Handstühle auf die Hälfte bis drei Viertel. Es istdie Bestätigung des Satzes: bei Stapelartikeln fortlaufendeBeschäftigung zu niedrigen Löhnen, bei Modeartikeln hoheLöhne und Arbeitslosigkeit.
Die einfachen Bänder werden mechanisch gewirkt; dieMeister, welche beim Handbetriebe geblieben sind, sindhinausgewiesen worden, wo sie ihre Industrie auf dem Landeunter billigen Lebensbedingungen oder als Nebenbeschäftigungbetreiben; namentlich Ronsdorf ist der Sitz einer einfachenBandindustrie. Andere Meister blieben in der Stadt, sie beo-bachteten ihren Feind, den Dampf und seine Leistungsfähig-keit, bald hatten sie seine Stärke erkannt und mietheten sichDampf und Raum in fremden Etablissements. Ein Meisterhat sich sogar im eigenen Hause einen Dampfbetrieb ein-gerichtet und vertheidigt sich mit den Waffen des Angreifers.Aber das sind nur Ausnahmen; die Menge der Bandwirkerist beim Handbetriebe geblieben. Die gemusterten Bänderkönnen zwar auch auf Kraftstühlen gewebt werden, aber dieVorrichtung zu neuen Mustern dauert ein bis zwei Wochen,während welcher das Capital müssig steht; und dieses trittum so häufiger ein, je öfter die Muster wechseln. Auch muss