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II. 3.
Industrie zugeführt werden. Aber selbst die erhöhten Löhnewerden zum Theil aufgewogen durch die mitsteigenden Mieth-und Lebensmittelpreise, und beim Rückgänge der Conjuncturwandert ein Theil zurück, die Mehrzahl bleibt in den Fabrikenund hat hei den nunmehr gedrückten Löhnen sich kaum gegenfrüher verbessert. Bei der Hausindustrie erhalten sich dieArbeiter ihre Connexioneu und namentlich die zuletzt Ange-nommenen bewahren sich die Leichtigkeit des Rückgangs zuden früheren Beschäftigungen. Dagegen ist das Kassenwesengar nicht und das Armenwesen sehr primitiv auf dem Landeentwickelt, und gerade hier stellen die rapid eintretenden■Wirkungen der Conjuncturen sehr rasch wechselnde Anfor-derungen an das Armenwesen. Die grossen Fabrikstiidte sindwohlhabender, und die Arbeiter vermögen ihren Ausfall amLohn durch das communale Higenthum zu ergänzen. — einerein communistische Mittesserei der Industrie an dem Eigen-thum der nicht gewerblichen Stände.
Das Vorherrschen der Modewaaren-Fahrikation hat denhausindustriellen Betrieb und damit eine ganz andere räum-liche Vertheilung und socialöconomische Zusammensetzung derBevölkerung zur Folge. In Frankreich, wo dieselbe zu Hauseist, findet man daher gar nicht so grosse Industrie-Central,wie man nach der Grösse und der Bedeutung der Industrievermuthen sollte: eben weil die Arbeiter zerstreut auf demLande unter ganz andern wirtschaftlichen und socialpolitischenZuständen leben. Oder es herrscht sogar der handwerksmässigeBetrieb vor, wie in Paris, wo eine höchst intelligente petitebourgeoisie existirt, die mit grossem Geschick neue Modear-tikel aufbringt und ausnutzt. Eine solche Kleinindustrie ist,soweit sie auf der Modewaarenindustrie beruht, keineswegs demUntergange geweiht, vielmehr ist ihre Betriebsweise gesundund lebensfähig. Ja sie wird sich sogar ausdehnen in demMasse, als die Modewaaren eine immer grössere Rolle spielenwerden mit dem zunehmenden Volksreichthum, dem wachsendenLuxus und der steigenden Ungleichheit der Einkommensver-teilung.
IV. Die Lage der Arbeiter.
Solingen hat in der Hauptsache einen hausindustriellen.Remscheid einen handwerksinässigen, in den fahrikmassigenübergehenden Betrieb. Dem entsprechend ist die Gruppiruugder Industriebevölkerung eine andere. Solingen und die andern