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mentaren Forderungen einer jeden Anlage sind: einmal voll-ständige Ausnutzung der Räume, der Dampfkraft u. s. w., waszu immer grösserer Ausdehnung der Anlage führt; zweitensdie dauernde Fortführung des Betriebes zur Deckung derZinsen, was um so gebotener erscheint, je mehr der Fabri-kant mit fremdem Capitale arbeitet. Daraus folgt zunächstbei günstiger Conjunctur eine Ausdehnung des Betriebs, dannbeim Rückschläge eine Fortführung der vergrösserten Unter-nehmung auch bei gedrückten Preisen und Löhnen, wodurchdie Krisen verlängert und die Unternehmer härter getroffenwerden. In der Hausindustrie sind die Kaufleute ungebun-dener, daher sind alle Uebergänge schroffer: die Ueberpro-duction tritt rascher ein, die Krisis wird früher eclatant, die Ein-schränkung kann rascher erfolgen. Es ist characteristiseh,dass in der Hausindustrie par exellence, der Crefelder Haus-industrie, zuerst die Krisis im Sommer 1872 begann und dortauch zuerst im Frühjahr 1878 geendet hat. Gegenüber diesemruckweisen Hin- und Herspringen der Hausindustrie und dennach steter Ausdehnung drängenden jungen Fabriken erscheinteine Gruppe von Etablissements im Zustande fast absoluterStagnation: es sind dies diejenigen, die bereits ihr Capital ab-geschrieben haben und von Capital so gesättigt sind, dass ihreAusdehnung nur durch Gründung von ganz neuen Fabriken,unabhängig neben den alten, zu bewerkstelligen wäre. Diese,wie z. B. die Eliteindustriellen in Düren, einige Spinner inKüpen, einige Nähnadel- und Tuchfabrikanten in Aachen undBurtscheid, hatten ihren Betrieb weder erheblich vergrössert nocheingeschränkt, sie hatten vielmehr als erbliche Capitalmagnatenmajestätisch ihre alte traditionelle Production aufrecht erhalten.
Die Schwierigkeit einer Ausdehnung der Production hängtin der Hausindustrie vom Grade der Schulung der Arbeits-kräfte ab, in der Fabrikindustrie von dem Umfange des Capi-talerfordernisses; hier gelangt der Unterschied der Privat-und der Actienunternehmung zur Geltung. Bei der Privat-unternehmung trägt der Gründer auch die Consequenzen seinerHandlungen, er läuft das gesammtc Risico und beobachtettrotz aller gegentheiligen Erscheinungen docli eine gewisseVorsicht. Bei den Actiengesellschaften ist die Gründungs-kraft eine ausserordentliche; bei günstiger Conjunctur könnenmit grosser Schnelligkeit beträchtliche Capitalien zusammen-gebracht werden, und die volkswirthschaftlich so verhäng-nissvolle Festlegung von Anlagecapitalien findet mit grosserLeichtigkeit statt. Und zwar ist dieselbe für die Gründerum so weniger riskant, je rascher in Folge einer verfehltenGesetzgebung sie sich aus der Unternehmung zurückzuziehenvermögen. Mit dem gleichen Ungestüm wie die Arbeitskräftein der Hausindustrie werden die Capitalkräfte Einzelner durchdie Actiengesellschaft der Industrie zugeführt, und zwar häufig
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