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fünf Albus liefern musste, als Norm aufgestellt und endlichbestimmt, dass dem Handwerker der Lohn in Baargeld gezahltwerden sollte dergestalt, dass kein Gold- oder Silbergeld dem-selben hoher angerechnet werden sollte, als er es bei einemBrotbäcker begeben oder wechseln konnte.
Diese Satzordnung erhielt sich bis in die 1780er Jahre.Da versuchten die Handwerksvögte wieder den Lohn zu erhöhen,die Kaufleute setzten Widerstand entgegen und es begann einlanger I’rocess, welcher mit der Verordnung vom 30. Sep-tember 1785 endete, nach welcher es so lange beim alten Lohn-satz von 1757 verbleiben sollte, bis eine Commission von jevier oder sechs Handwerkern und Kaufleuten einen neuen ver-einbart und zur Bestätigung vorgelegt hätten. Das Handwerkmusste sich damit bescheiden, bis 1790 sich ein neues Musterergab, für welches die Vögte einseitig den Lohn festsetzten.Wiederum entschied das Rescript vom 9. September 1794, dassauch über neue Muster eine gemeinsame Verabredung statt-tinden müsste; gelang das nicht, so durfte jeder Einzelne sichwillkürlich über den Lohn verständigen. Mit vollem Rechteerklärten nun die Vögte, der ganze Lohnsatz würde daranscheitern; dennoch blieb es (am 8. April 1795) beim früherenBescheide.
So scheiterte dieser Versuch der Schwertarbeiter, den Lohnzu erhöhen; es war der letzte. Und nun ergoss sich derStrom des Völkerkrieges auch über Solingen; Freund undFeind kamen und nahmen mit sich, was an Waftenvorräthenvorhanden war; die Zunftverfassung wurde aufgehoben, dasCoalitionsrecht genommen und die Arbeiterschaft bis auf denheutigen Tag der vollsten Desorganisation überlassen. —
Während der Befreiungskriege hatte Solingen sich einengut und haar zahlenden Kunden erworben, die preussischeRegierung. Die Firmen Schnitzler und Weyersberg hattenderselben und noch dazu auf Credit Waffen geliefert und ausDankbarkeit verblieben ihnen die Bestellungen für die Armee.Als dritter drängte sich im Jahre 1836 der Kaufmann PeterKnecht hinein und es ist noch heute im Munde der Leute,wie dieser während des Königs Anwesenheit die Hauptstrasse ver-barrikadiren liess und dadurch den Wagen zu einem Umwegean seinem Hause vorbei zwang, in welchem er den König auf-nahm. In der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts bliebenPreise und Löhne auf einer angemessenen Höhe, die Schwert-arbeiter bildeten noch immer eine Aristokratie unter den Hand-werkern. ihre Kunst war eine verhältnissmässig seltene undman gönnte ihnen die hohen Löhne, da die Bestellungen sounregelmässig waren, dass oft monatelang das Gras vor ihrenSchmieden wuchs.
Inzwischen engte der Kreis der Abnehmer sich fortdauerndein. Namentlich während der grossen Weltenkriege der Jahre