Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
946
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946 Ueunkundert »»d »e»nu»d»e»nzijiste Flucht.

zuzubringen, als fortwährend in diesem leidenden Zustande zu verharren. Zuletzt hattesie dem Derwisch keine andere Schwierigkeit mehr vorzutragen, als die: wie sie denneigentlich den Tod ihres Gatten erfahren könnte, falls er das Unglück hätte, auf diesergroßen, gefahrvollen Reife zu sterben, um dann wieder einen andern Mann zu Helrathen;denn, glaubte sie auch, daß sie nach Satilatlas keinen Andern mehr werde liebenkönnen, so wollte sie doch mit ihren vielen Reichthiimern nicht ohne Nachkommen sterben.Aber der Derwisch wußte auch dafür Rath.Nimm einen Nosenstock aus deinemGarten," sagte er zu Hamamatelliwa,und lasse ihn um Mitternacht bei Mondscheinvon deinem Gatten begieße»; hat er dies gethan, so lese er dreimal die erste Suraaus einem mit rosenfarbiger Tinte geschriebenen Koran. Der Nosenstock wird dann, solange dein Gatte beim Leben ist, frisch bleiben; verwelkt er aber, so ist dies ein Zeichenseines Todes, und du kannst dich ohne Furcht mit einem Andern verloben."

Als Hamamatelliwa endlich auch über diesen Punkt beruhigt war, rief sicSatilatlas und suchte ihn vereint mit dem Derwisch zur Reise nach Indien zu bereden.Satilatlas hatte zwar Kahira nur zweimal in seinem ganzen Leben verlassen; er hatteeinmal nur eine Geschäftsreise nach Alexandrien und ein andermal eine Vergnügungsreisenilaufwärts bis Siut gemacht, und wußte Hamamatelliwa noch immer von seinenReiseabenteuern, Strapatze», Gefahren und dergleichen zu erzählen. Eine Reise nachIndien klang schauerlich in seinen Ohren und raubte ihm fast das Bewußtscyn; dennochtrug die Beredsamkeit seiner Frau, unterstützt vom Derwisch, der ihm von der moralischenSeite aus diese Reise als nothwendig schilderte, den Sieg über seine Aengstlichkeit davon,und er faßte den Entschluß, in acht Tagen abzureisen.

In der nächsten Nacht fuhr Scbchersad folgendermaßen fort: