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Neunhundert und neunundneunzigjte Nacht.
Aach wenigen Tagen brachte die Pflanze die gewünschte Wirkung hervor; SatilatlasVerlor alle männliche Kraft; er und die wollüstige Hamamatelliwa gerathen in die größteBestürzung. Er läßt sich vom Khadi Wein und andere stärkende Getränke erlauben, läßt inseinem Hause die heilsamsten Suren des Korans von den frommsten Männern lesen, nimmtalle möglichen Arzneimittel von Barbieren und jüdischen Aerzten — aber Alles umsonst, dieverlorene Jugendkraft will nicht wiederkchren. Mehrere Monate vergingen dem jungen,unglücklichen Ehepaare in Fasten, Weinen und Beten. Eines Morgens trat ein armerDerwisch zu ihnen in's Haus, rief ihnen einen freundlichen Salam Aleikum zu und batum ein Almosen. Die arme Hausfrau betete gerade weinend zu Gott um Wiederher-stellung der Gesundheit ihres Gatten, und als sie den Derwisch erblickte, glaubte sie, esstehe ein rettender Engel vor ihr. Ihre Täuschung hörte aber auf, sobald sie durch seinHändeausstreckcn bemerkte, daß er selbst hülssbcdürstig war. Sie gab ihm einiges Geldund stellte ihm auch einige Speisen vor. Während der Mahlzeit bewunderte derDerwisch das kostbare goldene Geschirr, die feinen, künstlich gearbeiteten Teppiche, diesanften seidenen Divane und was sonst der Saal noch Werthvolles enthielt. Dannwendete er sich zur Hausfrau, deren blasse Wangen und feuchte rothe Augen von einem