Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
943
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Neunhundert und achtundncunzigste Nacht. g^z

mehr sich von ihm zu erfreuen hatte. Sie wendete sich, um a» ihrem treulose» Herrnsich zu rächen, an eine berüchtigte Zauberin, die stets hülfreich war, wo cs galt,Jemanden unglücklich zu machen. Diese schlug der gekränkten Sklavin allerlei schädlichePflanzen vor, deren jede dem verhaßten Manne eine andere Krankheit zuziehcn sollte,denn die Sklavin hatte gleich erklärt, daß sie ihren Herrn doch noch zu sehr liebe, umihn geradezu vergiften zu wollen. Die Alte schlug ihr unter Ander», ein grünesBlättchen vor, das sich leicht mit Salat vermischen ließ, und sagte ihr:Ich glaube,diese Pflanze wird für deine l!age deinem Herrn gegenüber die passendste scyn, denngenießt er sie, so wird er nach drei Tagen so schwach werden, daß die Freuden der Ehefür ihn ein Ende nehmen."

Wird mein Herr sehr krank werden und viele Schmerzen ertragen müssen?" fragtedie nicht ganz mitleidlose Warda.Dein Herr wird ganz gesund bleiben," erwidertedie Alte,und nicht im Mindesten leiden; nur der Genuß, den er dir so unbarmherzigversagt, wird auch ihm entzogen werden." Warda haschte ganz freudig nach dieserPflanze, gab der Zauberin ein kleines Geschenk, dankte ihr tausendmal, lief schnell nachHause, bereitete das Nachtessen zu und brachte eS ihrem Herrn. Sie sah ihn vergebens,so oft sie ihm ein Gericht vorstellte, mit den liebevollste» Augen an: er schenkte ihrkeinen einzigen Blick mehr, und das Rachegefühl gewann bei ihr die Oberhand. Jetztbrachte sie Salat, mischte schnell die verzauberte Pflanze hinein, trocknete die letzteMitleidsthräne von ihren tvdkblassen Wangen und verschwand.

Schehersad setzte diese Erzählung in der folgenden Nacht also weiter fort:

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