Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
934
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Ncuiihuiiiicrt und si'iiifuil-neimzigste Nacht.

ihre noch jugendfrischen Wangen, und die zärtlichsten Küsse ihres Mannes vermochtendiesmal nicht, sie zu trocknen. Sie lief vergebens eines Abends, als Ali mit hungrigemMagen und leerem Netze heimkehrte, zu ihrer Nachbarin, um einige Para zum Nachtessenzu entlehnen. Diese Frau hatte ein hartes Herz und gelüstete schon lange nach denschönen Armbändern, dem letzten Schmucke der armen Fischerin. Da beschloß dasunglückliche Ehepaar, lieber die Nacht hungrig zuzubringen, als das letzte Geschenkihrer Mutter in so unbarmherzige Hände übergehen zu lassen. Aber sie hatten sich kaumniedergelegt, als an ihre Thüre geklopft ward. Ali öffnete, und ein armer Vettertrat herein, der von einer Reise zurückkehrte.

Hast du schon zu Nacht gegessen?" fragte ihn Sirrie, nachdem sie ihn freundlichbcwillkommte.Nein, liebe Schwester," antwortete der Fremde,die Sonne ist so ebenuntergegangen und ich habe heute gefastet." Als Sirrie dies hörte, dachte sie nichtdaran, ihre Armbänder zu retten. Sie machte sich sogleich auf, ging damit zu ihrerNachbarin und verkaufte sie ihr, behielt sich jedoch vor, sie innerhalb vierundzwanzigStunden wieder einlösen zu dürfen. Hierauf ging sie auf den Bazar, kaufte Vrvd,Käse, Bohnen, Rettig nnd Dattel», trug Alles nach Hanse und stellte es den zweiMännern vor. Als sich die Männer gesättigt hatten, auch sie ein wenig, dann gingsie mit einer Matte aus Palmblättern und einem Kopfkissen in den Hof, um ihremVetter ein Nachtlager zuzubereiten; als sie aber zuvor wegkehrte und einen Stein aufhob,sah sie eine große Schlange, welche sich in die Erde verkroch. Sie rief schnell Ali; erkam mit einem Beile und grub die Erde an der Stelle auf, wo die Schlange verschwundenwar, um sie zu tödten; da stieß er auf einmal auf etwas Hartes, und weil er es für einenStein hielt, grub er daneben, aber sein Beil zersplitterte sich. Er bat Sirrie, Lichtzu bringen, sie kam mit einer papiernen Laterne und half Ali die aufgegrabene Erdewegschaffen, und siehe da, sie entdeckten eine große eiserne Kiste.

In der nächsten Nacht fuhr Schehersad folgendermaßen .fort: