Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
921
Einzelbild herunterladen
 

Ucunh »n-ert und einiindneunzigste Uacht.

Mann, als Frauenzimmer gekleidet, mit Kohl in den Augen, Henna an den Fingern,Ringe an Arm und Ohren, herbeigeeilt wäre, der durch eine einfache Berührung soviele Räuber tödtete, daß die Uebrigen die Flucht ergriffen. Sobald aber Zäher undTigan frei waren, verschwand er wieder. Am folgenden Morgen ließ Zäher in derganzen Stadt Erkundigungen einziehen nach einem jungen Manne, der sich als Frauen- ^zimmer kleide, und hörte endlich, er sey der Sohn eines Schullehrers. Zäher begab!sich sogleich zu dem Schullehrer und fragte ihn, ob er einen Sohn habe, der des Nachts !in Frauenzimmerkleidern umhergehe.Allerdings," antwortete der Schullehrer,habe Iich einen Sohn, er heißt Ali, der einmal sieben Jahre lang abwesend war und dann!als Mädchen wiederkehrte; ich schwur aber, ihn nicht aufzunchmen, wenn er sich nicht ^wieder als Mann kleide; er aber behauptete, er muffe sterben, wenn er sein Frauen-^gewand auf immer ablege. So kommt er nun jeden Abend vor meine Hausthüre, ^verzehrt, was ich ihm hinausreiche, und gibt mir ein Goldstück dafür; wo er seine jübrige Zeit zubringt, weiß ich nicht." !

Beim Anbruch des Tages hielt Schehersad inne, um in der nächsten Nacht alsoweiter zu erzählen:

1l6

Tausend und «ine Nacht. IV.