Neunhundert und MeiundachtzigKe Nacht.
,,Au bist noch immer stolz und »»beugsam," sagte Schiha zu Hasan, „und hältstdich für mehr als mich; nun gut, wir wollen einmal seben, wer von uns Beiden de» Königdieser Stadt gefangen nimmt. Gelingt es dir, so will ich dich gern als meinen Obernanerkennen; scheiterst du aber in deinem Unternehmen und fällt er in meine Hand, sogestehe endlich ein, daß du mir au Math und Gewandtheit nachstehst." Hasan nabmdiesen Vorschlag an und entfernte sich sogleich. Aischa brachte der Wache wieder eine»Krug Wein, in de» sie dieses Mal ein betäubendes Pulver mischte. Als sie schliefen, öffneteSchiha ein Thor, lief zu Sch ah in in's muselmännische Lager und befahl ihm imName» des Sultans, mit der Armee in die Stadt zu ziehen. Hierauf lief er nach demköniglichen Schlosse, dessen Thvre von vielen Wachen umgeben waren, warf eine Strick-leiter auf die Terrasse und stieg daran hinauf. Hasan war schon vor ihm da gewesen,hatte es aber nicht gewagt, die Terrasse zu besteigen, weil zahlreiche Wachen um dasSchloß herum die Runde machten; denn der König hatte seit dem Verschwinden Dsawans,Hasans und anderer Großen, welche Aischa vorher heimlich getödtet hatte, besondereVorsichtsmaßregeln ergriffen. Erst spät in der Nacht kehrte Hasan wieder, und dasetzt ein Theil der Wache» schlief, wärf auch er eine Strickleiter auf die Terrasse undwollte daran hinanfsteigen; als er aber zur Hälfte oben war, schrie Schiha: »Soldaten,ein Dieb!" Hasan ließ sich schnell wieder herunter und entfloh; Schiha aber stiegvon der Terrasse in das Innere des Palastes. Da sah er in einem Vorzimmer die