Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
885
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Neunhundert und achtzigste Nacht.

sie einem jungen Christen allein auf der Straße; sie erschlug ihn, zog seine Kleider anund ging in die Stadt. Als sie an einer Weinwirthschaft voriiberkam, rief sie derWirth, welcher gern schöne Jünglinge in seinem Hause hatte, zu sich und fragte sie:Wo willst du hin?"Ich suche einen Dienst im Schlosse," antwortete Aischa.Bleibe bei mir," sagte der Wirth;du sollst einen Lohn haben, wie dir ihn der Könignicht geben wird."Ich kann nicht," versetzte Aischa;ich bin von guter Familieund würde mich schämen, in einem Weinhause zu dienen."Sage, du seyst meinNeffe," erwiderte der Wirth;du brauchst auch gar keinen öffentlichen Dienst zu> verrichten." Aischa nahm das Anerbieten an, und der Wirth schrie wiederholtermalen! ganz laut, so daß alle Nachbarn es hörten:Willkommen, mein lieber Neffe! sey mir^gegrüßt, mein lieber Neffe!" und führte ihn in's Haus. Nach einigen Tagen, als die! ganze Stadt sich von dem schönen Neffen des Weinwirthes unterhielt, erwürgte Aischaden Wirth, steckte ihm eine große Fischgräte in den Hals und schrie:Wehe mir, mein! Onkel erstickt!" so daß alle Leute aus der Nachbarschaft herbeiliefen und den erwürgten! Wirth noch wegen seiner Gefräßigkeit verwünschten. Am folgenden Morgen ward erschmählich begraben, und da er keine Kinder hatte, erbte Aischa Alles, was er hinterließ,und führte eine Zeitlang die Wirthschaft fort. Ihr Bruder Hasan aber war so erzürntüber ihre Flucht sowohl als über den Sultan Beibars, der sie veranlaßte, daß er! schwur, sie Beide umzubringen. Er stahl sich des Nachts in Beibars' Zelt, und wären