882 Neunhundert und »eunundjtebeuzigste Nacht.
kleidete er sich als Christ, eben so Saab und Ibrahim, ging des Tages über mitihnen auf's Land, und so oft er einen Muselmann vor einen Pflug gespannt sah, spannte
er ihn aus, nöthigte den Christen, seine Stelle einzunehmen, und prügelte ihn so lange,bis er zusammenstürzte; gegen Abend kehrten sie gewöhnlich wieder in ihren Khan nachTripoli zurück. Eines Abends aber, als er mit Ibrahim über die nahe Ankunft derTruppen sprach und sich schon im voraus freute, sein Schwert in's Blut der BewohnerTripoli'S zu tauchen, ging der Aufseher des Khans an seinem Zimmer vorüber undhörte, wie er ausrief: „Bei Gott, diese Hunde sollen für ihre Grausamkeit gegen dieMuselmänner büßen!" Er ging sogleich zum König von Tripoli, bei welchem sich auchDjawan befand, und meldete ihm, was er gehört. Djawan, der durch seine Spioneschon wußte, daß Bei bars heimlich Kahira verlassen, dachte sogleich, daß er dieserverkappte Muselmann seyn müsse, und schlug dem König vor, eine Abtheilung Soldatenin den Khan zu schicken und ihn gefangen zu nehmen. Dies hörte aber Schiha, derals Beschützer Beibars' fortwährend dessen Feind Djawan bewachte und jetzt imDienste des Königs war; er lief daher schnell zu Beibars, und es blieb ihm und denSeinigen noch Zeit genug, zu entkommen, ehe die Soldaten den Khan umzingelten.Als Djawan, der sie selbst anführte, vergeblich den ganzen Khan durchsucht hatte, ließer ihm nach allen Richtungen hin nachsetzen, aber im Augenblicke, wo er eingeholtwerden sollte, rückte die muselmännische Armee heran, welche jubelnd ihren Sultan in