Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
874
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874 Aciüikinidl-rl und sechsundstebtnzigste Nacht.

und die Armee sind für dich eingenommen, und ich bin zu alt, um die Last derNegierung zu tragen." Da aber Beibars sich hartnäckig weigerte, die Sultauswürdeanzunehmen, bat ihn Katis, als sein erster Rathgeber ihm beizustehen und die Statt-halterschaft von Damaskus seinem Bruder zu übertragen. Diesen Vorschlag nahmBeibars an, und so regierte er der That nach, obschon das Geld in Katis' Namengeprägt und auch für ihn das öffentliche Gebet verrichtet ward.

Eines Morgens fand man aber Katis ermordet in seinem Zimmer liegen, ohnedaß Jemand wußte, wer der Mörder war. Beibars war außer sich vor Zorn, alser dies erfuhr, und ließ sogleich den Stallmeister, Kellermeister und Schatzmeistereinsperren und verhören, weil diese ihn am nächsten umgaben. Am folgenden Tageließ er sie so lange prügeln, bis sie ihr Verbrechen eingestanden und erklärten, daßSatan sie verleitet habe, dieses Verbrechen zu begehen, in der Hoffnung, nach derdamaligen Sitte vom neuen Sultan zu einem Hähern Amte befördert zu werden.Nachdem diese Mörder auf Beibars' Befehl gehängt wurden und Katis, der unterdem Namen Muzfir den Thron bestiegen hatte, beerdigt war, versammelten sichabermals die Emire und ernannten Beibars zum Sultan. Aber auch jetzt sträubte ersich noch und nahm nicht eher die Negierung an, bis ihm die Emire unbedingte Treue

und Gehorsam schwuren und auf viele ihrer bisherigen Rechte und Mißbräuche eidlich

verzichteten. Sobald Beibars auf dem Throne war, bestätigte er Schahin in seinerWürde als Großvizier und ließ auch die meisten Statthalter der verschiedenen Provinzenseines Reiches auf ihren Posten. Jetzt ließ er auch Naßer, der seit seinem letzten

Vcrgiftungsversuche in Damaskus eingesperrt war, nach Kahira kommen, und während

ein Jeder glaubte, er würde ihn hinrichten lassen, schenkte er ihm ein Ehrenkleid,ernannte ihn zum lebenslänglichen Statthalter von Damaskus und beauftragte ihn, ihmseine Familie, welche er in Damaskus zurückgelassen, unter guter Bedeckung nach Egyptenzu schicken.

Schehersad setzte diese Erzählung in der folgenden Nacht also weiter fort: