Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
863
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Neunliundrrt und dreiundstebenzigste Nacht. Hstkj

^ kam, ging er zu Schadjrat Eddur und beklagte sich bei ihr gegen Beibars. Sie

ls holte ihm Essig und Oel und wusch damit seine abgeschlagenen Füße, sagte ibm aber,

s daß er diese Strafe wohl verdient habe. Am folgenden Tage zeigte er seine Füße Eibek

§ und Kalawun, und sie riethen ihm, BeibarS einsperrcn und später in, Kerker

l umbringen zu lassen. Als daher Bei bars in den Divan kam und seinen gewöhnlichen

s Platz einnchmen wollte, sagte ihm Muassam:Bist du Sultan oder ich?" Beibars

! verbeugte sich und sagte:Ich bin dein Sklave!"Wenn du mich als Sultan

anerkennst," fuhr Muassam fort,so lasse dich fesseln und in das Gefängniß werfen."BeibarS streckte seine Füße dem Kerkermeister hin und ließ sich ohne Widerstand fesselnund einsperrcn. Am folgenden Tage kam ein Bote von Damictte an und meldete, daßdiese Stadt in die Hände der Franken gefallen, die auf Djawans Anstifte» einenneuen Kreuzzug gegen die Muselmänner unternommen.Wen soll ich an die Spitze derArmee stellen?" fragte Muassam seinen Vizier Sch ah in.Du hast ja Eibek undKalawun," antwortete Schahin;lasse Jeden von ihnen mit zwanzigtausend Manngegen die Franken ziehen." Muassam befolgte diesen Rath; aber die Muselmännerwurden geschlagen und von den Franken bis vor die Thore der Hauptstadt zurückgetrieben;Eibek und Kalawun selbst wurden verwundet nach Kahira getragen.Was bleibtmir jetzt übrig?" fragte der bestürzte Muassam seinen Vizier.Befreie Bei bars,"antwortete ihm dieser;er allein ist im Stande, mit den noch übrigen Truppen undseinen tapfern Mameluken die Franken zu besiegen." Muassam ließ Beibars ausdem Kerker holen und fragte ihn:Bist du mir gehorsam?" Beibars antwortete:Wäre ich es nicht immer gewesen, so sähest du mich nicht in diesem Zustande."Und wenn ich dich wieder zum Anführer meiner Truppen ernenne, was wirst duthun?"Was mein Sultan mir befiehlt!"So ziehe gegen die Franken, welchenicht weit von unserer Hauptstadt lagern, und schlage sie zurück." Bei bars mustertedie Truppen und verließ die Stadt mit Muassam, welcher als Zuschauer ihn begleitenwollte und in der Nähe des Schlachtfeldes sich ein hohes Gerüst errichten ließ, aufwelchem er beide Armeen übersehen konnte. Ein neuer Mulh beseelte die Armee unterBeibars' Anführung, so daß die Franken bald weichen mußten, und so oft sie sichwieder zu sammeln versuchten, von Neuem geschlagen wurden, bis sie endlich auchDamiette wieder aufgaben und sich einschifften. Muassam, der dem siegenden Bei barsbis nach Damiette gefolgt war, hatte auch von der Höhe seines Gerüstes der letztenSchlacht vor den Thoren dieser Stadt zugesehen, und war, als er auch diese sich fürBeibars entscheiden sah, so außer sich vor Freude, daß er sein Versprechen, keinen