und
Neunhundert
einundsiebenzigste Nacht
Beibars wusch den Sultan Salech, kleidete ihm das Todtengewand an undfolgte dem Leichenzuge, welchem sich alle Bewohner Kahira's weinend und betendanschlossen. Dann kehrte er in das Gemach zurück, in welchem Salech gestorben war,betete für ihn und las bis tief in die Nacht hin den Koran. Aber endlich überwältigteihn der Schlaf, und er sah sich im Traum auf einem königlichen Pferde; ihm gegenüberstand Salech und fragte ihn, warum er ihm nicht versprochen habe, nach ihm Sultanvon Egypten zu werden. Dann sagte er ihm: „Zu Häupten meines Bettes ist eineSchatzkammer; geh hinein, da findest du ein Kästchen mit einem Buche. Nimm dasBuch heraus, du wirst Wunder sehen." Er nahm dann das Buch und öffnete es. Dafand er aus dem ersten Blatte: „Im Namen Gottes des Allbarmherzigen! Sterblicher,der du dieses Buch öffnest, bewahre es wohl, denn es ist auf den Namen eines Sultansaus dem Geschlechte Mohammeds geschrieben, der mit dem Buchstaben B beginnt undmit S endigt. Adam hat schon seinem Sohne Seth davon erzählt; Sem, der SohnNoahs, hat es auf Gold graben lassen, damit es lesbar bleibe, denn durch die Kraftder heiligen Namen, welche es enthält, wird dessen Besitzer als Sieger aus allen heiligenKriegen hervorgehen."
Beibars erwachte hierauf und betete wieder eine Weile; aber er schlief abermalsein und befand sich im Traum auf einem weißen Pferde, königlich geschmückt, in einer
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