8^8 Neunhundert und sechsundsünfzigfte Nacht.
Wie BeibarF -Lalechs Lsilave erkannt wird; einige seiner Menteuer;DjawanF und EiüekF Nänke gegen ihn, und seine allmäligc
Beförderung.
Eines Tages, als Beibars wegen einer ungerechten Anklage vor Salech erscheinenmußte und bei dieser Gelegenheit seinen ehemaligen Namen sagte, und von seinerHerkunft erzählte, sagte Ihn Warrak, welcher im Divane zugegen war, zu Salech:„Bei Gott, Beibars ist der Sklave, den ich für dein Geld zuletzt im Bade kaufte undim Krankenhause vor Damaskus zurückließ." — „Wenn dem so ist," sagte Salech zuNedjm Eddin, „so wirst du dich wohl nicht weigern, mir ihn abzutreten." — „Rechtgerne," sagte der Vizier, „ich freue mich sehr, daß du durch mich wieder in seinen Besitzgelangst." Beibars zog noch an demselben Tage in Salechs Schloß, ward aber auchhier, wie beim Vizier, von den altern Mameluken beneidet und angefeindet. Sie triebeneS so weit, daß er zuweilen ganze Tage ohne Nahrung bleiben mußte, manchmal aberihm Speisen vorgestellt wurden, die er nicht genießen konnte; er litt Hunger und Durst,ohne sich deßhalb zu beklagen, denn er dachte: Es ist eine Schande, wegen des Essensein Wort zu verlieren. Indessen hätte er es nicht mehr lange so ausgehalten, wennnicht Othman, welcher wohl wußte, daß die Mameluken Beibars Antheil für sichbehielten, seinerseits ihnen, was er nur konnte, entwendet und dafür Speisen für seinenHerrn angeschafft hätte. Eines Tages ward er aber ertappt, und wahrscheinlich hättenihn die Mameluken zu todt geprügelt, wenn ihm nicht Bei bars zu Hülfe gekommenwäre. Als die Sache vor Salech kam, brachte Beibars Zeugen, welche erklärten,daß die Mameluken fortwährend seine Nationen zurückbehalten, und Othmans Diebstahldaher leicht zu entschuldigen sey.
In der nächsten Nacht erzählte Schehersad weiter: