Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
796
Einzelbild herunterladen
 

796 Neunlmndcrt und drciliiidfünfziglle Nacht.

Sanamein?"Diese Christen von Sanamein," antwortete Fatma,sind Hunde; ausLiebe zu dir möchte ich dir keinen so gefahrvollen Auftrag geben."Fürchte nichts,o Gebieterin," versetzte Beibars;ich fühle mich stark genug, um es mit ihnenaufzunchmen." Als endlich Fatma ihre Einwilligung zu seiner Abreise gab, rüstete erhundertundfünfzig zuverlässige Abendländer und einige andere Mameluken Fatma's ausund zog mit ihnen gen Sanamein. Sobald die muselmännischen Bauern dieses DorfsBeibars'Anzug vernahmen, gingen sie ihm eine Strecke weit entgegen und schlossen sichden Abendländern an. Als aber Ghasibu hörte, daß der Bevollmächtigte Fatma'smit zahlreichem Gefolge angelangt, sandte er ihm einen Dolmetscher mit zwanzig Soldatenund ließ ihn allein zu sich bitten. Dieser redete Beibars ans eine so grobe Weise an,daß er sich ibm zu folgen weigerte, und als er darauf ihn mit Gewalt fortschlcppenwollte, zog Beibars sein Schwert und durchbohrte ihn. Gbasibu versammelte, sobald

er dies hörte, alle Christen des Dorfs und der Umgegend um sich und zog gegen Beibars.Aber dieser kämpfte mit seinen Leuten unter dem Rufe Allah Akbar (Gott ist groß) solange, bis Ghasibu gefangen und seine Truppen geschlagen oder in die Flucht getriebenwaren. So tapfer aber auch Beibars und seine Leute fochten, so hätten sie doch zuletzteiner nachkommenden christlichen Truppenabtheilung unterliegen müssen, wenn nicht einMann von wahrer Riesengestalt mit fünfzig ganz in Eisen gehüllten Rittern Plötzlichden Feind im Rücken überfallen hätte. Nach vollendetem Siege ritt Beibars auf diesenManu zu, umarmte ihn und fragte ihn, wer er wäre?Ich bin der Hauptmann Hasan