Neunhundert und vierundvierzigste Nacht.
Äls Djawan dies sab, sagte er seinem Obeim Karsimun: „Ich will jetzt, umeinst im Stande zu seyn, diesem Mameluken auf jede Weise in den Weg zu trete»,einige Jahre in Bagdad zubringen und mich daselbst mit Allem, was das Leben, de»Glauben und die Wissenschaften der Muselmänner angeht, vertraut machen." DaKarsimun seine Einwilligung dazu ertheilte, bat er ihn, er möchte ihm doch dasheilige Buch mit den kupfernen Blätter» mitgeben, damit er in der Fremde sich fürjeden Zustand daraus Rath bolen könne. Aber Karsimun gerietst in Zorn über dieseForderung und sagte: „Weißt du nicht, Verruchter, daß, sobald dieses Buch aus demKloster genommen wird, seine Verwüstung nahe ist?" Djawan drang nicht weiter i»seinen Oheim und reiste, als muselmännischer Kaufmann gekleidet, nach Bagdad.Während aber Karsimun ihn eine Strecke weit begleitete, stahl Schiha, welcher ihrGespräch angchört hatte, das heilige Buch und warf es in's Meer an einer Stelle, woer wohl hoffen konnte, es zu seiner Zeit wiederzufinden. Karsimun aber, der nacheiniger Zeit cs vergebens im ganzen Kloster suchte und dabei der frühem DiebstähleDjawans sich erinnerte, glaubte natürlich, dieser habe es vor seiner Abreise heimlichfortgeschleppt. Djawan brachte sieben Jahre in Bagdad zu; damals regierte noch der