Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Neunhundert und dreinnduierzigste Nacht.

Äuf einem andern Gemälde stand ein junger Mameluk, welcher die größte Aehnlichkeitmit dem König hatte, und ibm gegenüber saß ein Priester mit drohender Hand; aberzwei andere Personen hielten ibm die Hand zurück und fesselten ihn. Unter dem Gemäldewar etwas in altgricchischer .Sprache geschrieben, das aber Djawan nicht lesen konnte.Er lief daher zu seinem Oheim Karsimun und bat ihn, ihm zu sagen, was diesesGemälde und dessen Inschrift bedeute. Karsimun folgte ihm in's Gewölbe und sagteihm weinend:Der König, den du auf diesem Gemälde siehst, ist der einstige Regentvon Egypten und Syrien; er wird dem christlichen Reiche im Osten ein Ende mache»,

mich selbst tödten, alle hier aufbewahrten Schätze nehmen, den Brunnen zerstören und

das Kloster verwüsten. Er wird als Mameluk in der Gestalt, wie ihn hier das zweiteGemälde verstellt, in dieses Land kommen und unaufhaltsam sich emporschwingen, bis er! einen Thron besteigt, vor dem die mächtigsten christlichen und muselmännischen Fürstenniederknien."Und wird kein Mensch auf Erden diesem Mameluken beikommenkönnen?" fragte Djawan.Niemand als du," antwortete Karsimun;aber auchdeine Bemühungen werden fruchtlos scyn, denn die beiden andern Personen, die du hierauf dem Gemälde siehst, zwei Ritter, mit Namen Schiba und Schahin, werden ihm

bebstchen und alle deine Pläne vereiteln. Dies darf dich indessen nicht abhalten," fuhr

Karsimun fort,mit allen Kräften gegen den Feind der Christenheit zu kämpfen, und