Neunhundert und vierunddreißigste Nacht. fZI
befestigte die Platte mit Kamrs Schmuck a» dasselbe und rief: „O ihr GaunerEgyptens, ihr Spitzbuben Iraks und ihr Beutelschneider Persiens: wer gewandt genugist, diese Platte zu nehmen, der darf sie behalten mit Allem, was darin ist." Hieraufsagte er einige Beschwörungsformeln her, und es stieg ein Tisch, mit den kostbarstenSpeisen beladen, aus dem Boden herauf. Als er sich gesättigt hatte, rief er wiedereinige heilige Namen an: der Tisch verschwand und ein anderer stieg an dessen Stellehervor, auf welchem die besten Weine in den zierlichsten Trinkgefäßen standen. Dadachte Ali, welcher sich unbemerkt eingeschlichen hatte und hinter einer Tbüre verborgenwar: Nun wird der Jude sich gewiß betrinken, dann kann ich um so leichter ihmbeikommen. In der That trank Usra so viel Wein, daß er sich kaum mehr aufrechthalten konnte; als aber Ali mit gezogenem Schwerte hinter der Tbüre hervorsprang,schrie er seine Hand an: „Bleibe regungslos, Hand!" Und siehe! Ali's Hand bliebausgestreckt, und er war nicht mehr im Stande, sie zu bewegen. Dasselbe widerfuhrseiner linken Hand, als er mit dieser das Schwert aus seiner Rechten nehmen wollte,und als er auf den Juden zugehen wollte, ward auch sein rechter Fuß labm. Usraließ ihn eine Weile so mit ausgestreckten Armen auf dem linke» Fuße stehen; dann
sagte er ihm: „Wer bist du und warum kamst du hierher?" — „Ich bin Ali Queck-silber aus Kahira," antwortete er, „einer der Jünger Ahmed Denfs; ich habe um