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mir meine erlittenen Schmerzen und wer erstattet mir meine Zähne wieder?" DerChalif lachte und ließ Jedem hundert Dinare bezahlen. Dann fragte er Dalilab:„LSarum bast du den Leuten so viel auf einmal entwendet?" — „Nicht aus Begierde,"antwortete Dalilab, „nach Dem, was Zindern gehört, sondern weil ich so vielvon der Gewandtheit Ahmeds und Hasans hörte, daß ich zeigen wollte, daß ichihnen in Nichts nachstehe." — „Und was wünschest du?" fragte der Chalif. „MeinVater," antwortete Dalilah, „war Richter in Bagdad; ich beschäftigte mich, Taubenzu Briefträgern zu erziehen, und mein Gatte war Polizeipräfekt. Ich möchte nun fürmich den Gehalt meines Vaters und für meine Tochter den meines Gatten beziehen." —„Und was wollt ibr dafür leisten?" fragte der Chalif. „Ich will die Oberaufsehcrindeines große» Kbans scyn." Der Chalif hatte nämlich einen Khan für Kaufleuteerrichten lassen, welcher dreißig Wohnungen enthielt; vierzig Sklaven waren zur Bewachungdesselben und zur Bedienung der darin wohnenden Kaufleute angestellt, und vierzigHunde wurden unterhalten, um ihn vor jedem Einbrüche bei Nacht zu schützen; auchwar ein eigener Koch angestellt, um diese Sklaven und Hunde zu füttern. „MeinerTochter aber, welche noch besser als ich die Leitung der Taubenpost versteht, räume dasSchlößchen vor dem Khan ein, daß sie dort mit der Erziehung der Tauben sichbeschäftige und die Versendung deiner geheimen Briefe besorge." Der Chalif ernanntesogleich Dalilah zur Oberaufsehcrin des Khans und vertraute Sein ab die Leitungder Taubenpost an.
Das ist's, was wir von den Streiche» der listigen Dalilah wissen. Nicht mindermerkwürdig sind aber die damit zusammenhängenden
Streiche des Egyptiers Ali.
Salech, der Polizeipräfekt von Kahira, der vierzig Agenten zu seiner Verfügunghatte, gab sich alle mögliche Mühe, um seiner habhaft zu werden, aber vergebens; ererhielt dcßhalb auch den Beinamen Quecksilber, weil er, so oft man ihn zu Haschenglaubte, wieder entrann. Eines Tages, als er sehr verstimmt war, ging er, um sichzu erheitern, in ein Weinhaus, ließ sich ein besonderes Zimmer geben und trank so vielWein, bis er ihm in den Kopf stieg. Dann ging er wieder auf die Straße; da kamein Mann vorüber, tvelcher Cibebenwasser ausrief: „Komm her," rief ihm Ali zu:„und gib mir zu trinken!" Der Wasserträger füllte einen Becher voll und reichte ihn