^0^ Neunhundert und siinsundzwanzigste Nacht.
und Waffen aus, lud sie auf den Esel des Eseltreibers und ging damit zu ihrer Mutter.Als Ahmed erwachte und sich und seine Leute halb nackt sah, schrie er: „Wehe mir! ichging aus, um die listige Dalilah gefangen zu nehmen: nun hat sie mich und allemeine Leute zum Besten gehabt. Mit welchem Gesichte werde ich vor dem Chalifenerscheinen?" Nun blieb ihm nichts mehr übrig, als sich an Hasan Schuman zuwenden und seinen Beistand anzuflehen. Hasan sagte ihm: „Sey ohne Sorge, vorAbend bringe ich die Alte vor den Chalifen; aber vorher muß er mir ihre Gnadeversprechen, denn diese Frau ist keine Diebin, sie hat gewiß alle diese Streiche nurvollbracht, um Beweise von ihrer Gewandtheit und Schlauheit zu geben." Sie begabensich hierauf zusammen zum Chalifen, und als er Ahmed fragte, wo die Alte sey,antwortete er: „Ich kann sie nicht finden; beauftrage Hasan, sie gefangen zu nehmen,der kennt sie besser, als ich." — „Ich bürge für Alles, was den Leuten von Dalilahentwendet worden," hob Hasan an, „und bringe dir Dalilah her, wenn du siebegnadigen willst, denn sie ist keine gewöhnliche Diebin." — „Bei meinen Ahnen,"schwur der Chalif, „wenn sie den Leuten das Ihrige zuriickgibt, so begnadige ich sie;hier hast du ein Gnadentuch für sie, bringe es ihr!" Hasan verließ den Chalifen,und in wenigen Stunden hatte er Dalilahs Wohnung ausgemittclt. Er begab sichmit einigen seiner Leute vor ihr Haus und klopfte an der Thüre. Seinab fragte:„Wer da?" — „Hasan Schuman!" antwortete er. „Im Namen des Chalifen, woist deine Mutter?"
Schehersad schwieg, um in der nächsten Nacht also fortzufahren: