Neunhundert und vierundzwanzigste Nacht. 701
gingen hierauf in's Schloß des Chalifen und ein Jeder erzählte ihm, wie er vonDalilah bestohlen worden. Als sie vollendet hatten, sagte der Chalif zu demGouverneur: „Womit kannst du dich entschuldigen?" — „Damit," antwortete er, „daßsie mich selbst um zwölfhundert Dinare gebracht hat, indem sie meiner Frau diese fünfsieien Menschen als Sklaven verkaufte." — „Du mußt mir diese Alte verbringen,"sagte der Chalif, „ich fordere es von dir als Gouverneur." — „Fordere lieber meinLeben," versetzte der Gouverneur, „als diese Alte, die schon an einem Baume hingund sich wieder zu befreien wußte. Das ist ein Geschäft für Ahmed Dens oder HasanSchnman, die einen Gehalt von zwölftauseud Dinaren jährlich beziehen und einundvierziggeheime Agenten zu ihrer Verfügung haben." — „Du hast Recht," sagte der Chalif,„es ist die Sache meiner Polizeipräfekten, ihrer habhaft zu werden," und ließ sogleichAhmed Denf rufen, und befahl ihm, die Alte zu bringen, welche alle diese Männerbestohlen. Ahmed, der Dalil-ah nicht genau kannte, wollte seinen Kollegen HasanSch um an zu Rath ziehen, aber einer seiner Leute hielt ihn davon ab und verbürgteihm die Gefangennehmung Dalilahs.
Der Tag unterbrach die Erzählung, welche in der nächsten Nacht mit folgendenWorten von Schehersad fortgesetzt wurde: