Neunhundert und eimindzwanzigste Nacht. tzgj
weil viele Damen bei ihr sind, um ihr zur Verlobung ihrer Tochter Glück zu wünschen,„nd das Kind, sobald es seine Mutter sieht, nicht ihren Arm verlassen will." — „Alsowohnt hier der Oberaufseher der Kauflcute," versetzte Dalilah; „geh zu deiner Herrin,grüße sie von meiner Gebieterin Um Alchair (Mutter des Guten) und sage ihr,sie lasse ihr Glück wünschen und werde bald die-Ehre haben, sie zu besuchen und ihrHochzeitgeschenk zu überbringen." Auch gab sie ihr ein falsches Goldstück für die Sängerinnen.„So nimm du einstweilen das Kind," sagte die einfältige Amme, „denn ich bringe cssonst nicht mehr von seiner Mutter weg." Dies war Alles, was Dalilah wünschte,denn sobald die Amme wegging, zog sie ihm seine Kette und sein golddurchwirktes Kleidaus und nahm ihm seinen Tarbusch ab. Schon wollte sie das Kind halbnackt in denHof setzen, da dachte sie: das Kind kann mir doch noch wenigstens tausend Dinare eintragen.Sie nahm es daher wieder auf den Arm und ging damit auf den Bazar der Goldarbeiter,trat in den Laden eines Juden und sagte ihm: „Die Schwester dieses Kindes, dieTochter des Obersten der Kaufleute, ist heute verlobt worden und bedarf eines Schmuckes;gib mir Ohrringe, Armbänder, Ringe und eine Kette für sie, das zusammen ungefährtausend Dinare kostet, ich will es meiner Gebieterin zeigen, und wenn cs ibr gefällt,dir das Geld bringen. Behalte du einstweilen das Kind."
In der nächsten Nacht setzte Schehersad ihre Erzählung folgendermaßen fort: