Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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Neunhundert

UN-

Neunzehnte Nacht.

Aer Pförtner, ein armer, gläubiger Mann, der selbst von dein Segen einerHeiligen ein besseres Loos erwartete, öffnete freudig die Thüre und bat Dalilahum einiges Wasser aus ihrer geweihten Kanne. Sie schüttelte sie so, daß einigeGoldmünzen herausfiele», und als sie der Pförtner ihr zurückgcben wollte, sagte sie:Die hat dir Gott beschert, sie gehören nicht mir." Er führte hierauf Dalilah zuseiner Herrin, welche so vielen Schmuck an sich hatte, daß sie Dalilah wie ein Schatzerschien, dessen ihn verhüllende Talismane Plötzlich ihre Kraft verloren. Die Hausherringrüßte Dalilah und bewillkommnete sie freundlich und ließ ihr zu essen bringen.Dalilah sagte aber:Ich faste das ganze Jahr hindurch bis auf fünf Tage, und auchdes Abends esse ich nur von den Speisen des Paradieses, die mir einige Heiligen meinerBekanntschaft verschaffen. Aber du, edle Frau, sichst sehr betrübt aus; was fehlt dirdenn, da du doch so von Glanz und Ncichlhum umgeben und noch so jung und schönbist?"Verehrte Mutter," antwortete die Hausherrin,ich ließ in meiner Hochzeils-nacht meinen Galten schwören, daß er nie eine andere Frau zu mir nehmen würde;nun möchte er aber Kinder haben, die nicht in meiner Macht liegen, ihm zu geben, under drohte mir, bei seiner Rückkehr von einer Reise, die er eben unternommen, trotz