Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Neunhundert

UN-

n ch 1 e Na ch 1.

iIakirsad führte mich dann in das Gemach, wo das gefesselte Mädchen lag,und siehe da, es war Heifa, meine Geliebte, welche ich schon einmal aus der Adlers-schlucht befreit hatte. Vor Freude über ein so unverhofftes Wiedersehen fiel ich inOhnmacht. Als mir das Bewußtseyn wiederkehrte, stand Heifa schon entfesselt vormir; ich umarmte und küßte sie, und bat sie, mir zu erzähle», wie so sie in diesesSchloß gekommen.

,Wisse, Djaudar,^ erwiderte sie, ,nicht lange nachdem Sand ja mich nach Hausegebracht und ich an der Stelle meines Vaters den Thron bestiegen hatte, kam aufeinmal eine Armee gegen meine Hauptstadt herangezogen, so zahlreich, daß meineTruppen ihr nicht zu widerstehen vermochten. Ich schickte ihnen meinen Vizier entgegen,um zu vernehmen, wer sie seyen und in welcher Absicht sie gekommen. Da kehrte erbestürzt zurück und sagte: Es sind die Truppen Sintbests, von ihm selbst angeführt.Als ich dies hörte, fing ich an zu zittern, ward blaß und fiel in Ohnmacht. Da stürzteein furchtbarer Geist herein, vor dem alle meine Wachen erbebten, und trug mich vorSintbest, bei dem auch Hindmar zugegen war. Sintbest wollte mich in's Meer-Werfen lassen, aber Hindmar sagte ihm: Gib sie lieber mir, ich will sie in meinem