Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
615
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Achthundert und achtundneunzigfte Nacht« tzjA

sab, wendete er sich zu seinen Leuten und sagte ihnen: ,Wer will den gefallenen Kriegerrächen?^ Sogleich trat ein zweiter Reiter aus ihrer Mitte und drang auf Misramci. Aber kaum war er auf der Rennbahn, als Misram mit ibm wie mit seinemVorgänger verfuhr. Diesem folgten noch achtzcbn Andere, welche ebenso von Misramin Asche verwandelt wurden. Mudsil schlug sich vor Aerger mit solcher Heftigkeit in'sGesicht, daß ihm fast die Augen heraussprangen, dann wendete er sich zu einem schwarzenSklave», der es schon oft mit tausend Reitern aufgenommen batte, und forderte ihnaus, gegen Misram zu kämpfen, die Schmach, welche seine Brüder erlitten, zu tilgen,und ihrem Götzen Genugthuung zu verschaffen. Djamus (Büffel), so hieß nämlichdieser schwarze Sklave, sagte zu Mudsil: ,Es ist wohl Zeit, daß ich aufhöre, alsbloßer Zuschauer hier zu stehen aber ich will deinen Rachedurst kühlen und dirMisram lebendig überliefern, daß du ihn deinem Gott zum Opfer bringen kannst/Er drang hierauf auf Misram ein, und hob eine Stange gegen ihn auf, die einenElephanten zertrümmert hätte. Aber Misram wich nicht von der Stelle, sondern hauchteblvs Djamus' rechten Arm an, und er fiel sogleich zu Boden. Djamus ergriff seinSchwert mit der linken Hand und stürzte abermals auf Misram los; aber dieserhauchte auch den linken Arm an, und auch er fiel zu Boden. Jetzt entfloh Djamus,und Mudsils Truppen, welche diesem Kampfe zugesehen hatten, riefen insgcsammt:.Gegen einen Helden wie Misram können wir nicht länger kämpfen/ Da sagteMudsil: ,Wenn eS Niemand mehr wagt, sich mit Misram zu messen, so will ich esversuchen, doch will ich zuvor meinen Götzen berathcn/ Während er aber vor seinemGötzen auf den Knieen lag und ihn um Hülfe anflchte, ließ ihn Misram von zweiGeistern ergreifen und unter den Baum bringen, wo ich mit Hatem saß. ,Was hältstdu von der Macht deines Götzen?^ fragte ihn Misram lachend. ,Jch glaube, er zürntmir/ antwortete Mudsil. Misram sagte dann zu Hatem: ,Hier ist dein Feind,verfahre mit ihm, wie cs dir gut dünkt/ -Gestehst du mir die Wahrheit/ redete ihnHatem an, ,so soll dir Alles verziehen werden, lügst du aber, so bist du des Todes.Was ist aus meiner Braut Turaja geworden?^ ,Sie ist geehrt und geliebt inmeinem Schlosse, aber sie seufzt fortwährend nach dir und weint unaufhörlich/ ,Solaß sie hierher kommen/ versetzte Hatem, ,daß wir uns von der Wahrheit deinerWorte überzeugen/ Mudsil wollte aufstehen und in sein Schloß gehen, aber Misramsagte: ,Du weichst nicht von hier, bis du bekennst, daß dein Götze ein lebloses Ding ist,das weder nützen noch schaden kann, und daß es nur einen einzigen Gott gibt/Als Mudsil dies hörte, rief er: ,O du mein kristallener Gott, jetzt ist es Zeit, deine