Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
597
Einzelbild herunterladen
 

Achthundert und dreiundneunzigste Nacht.

597

Einer nach dem Andern, Misran, fehlte aber, und als ich nach ihm fragte, hörte ich,er sey auf dem Rauchschlosse im Kamillenthale bei der Königin Darum«. Da du ohneMi fr am nicht zu deinem Ziele gelangen kannst, so geh zur Königin Darum«,grüße sie von mir, und bringe ihr eine kleine Tafel mit Inschriften, die ich dir morgenfrüh mitgcben will; sie wird dir dann weiter behülflich scyn. Hüte dich aber vor dendreihundert Mädchen, welche sie bei sich im Schlosse hat, sonst bist du verloren, dennsie sind sehr gewandt in der Zauberkunst und haben schon manchen König und Prinzenverführt? Nachdem er so gesprochen hatte, ließ er das Nachtessen aufiragcn, an demer und noch einige andere Priester Theil nahmen, dann ging ich zu Bette, träumte vonHeisa und recitirte im Traume folgenden Vers:

,Jch bin noch nicht alt, aber meine vielen Thränen haben meine schwarzenHaare weiß gefärbt/

Schehersad hone hier auf zu erzählen; in der nächsten Nacht aber fuhr sie mitDjaudars eigenen Worten wieder fort: