g02 Achthundert und vieriinduchtzigste Nacht.
Kaum hatte ich ihm diese Antwort gegeben, stieg er von seinem Maulthiere ab, packtemich am Halse, daß ich glaubte, er reiße mir ihn herunter, sein Gesicht war roth, seineAugen sprühten Feuer, und seine Lippen waren kohlschwarz. ,Sagst du mir nicht dieWahrheit/ schrie er mich an, ,so bist du des Todes." Da rief ich: ,Gnade, mein Herr
Pilger! ich bin Djaudar, Sohn des Fischers Omar aus Kahira/ — ,Und warum,elender Mensch/ sagte er, ,verleugnest du deinen Namen und deine Abkunft? Bei Gott,hättest du noch einen Augenblick länger gezögert, mir die Wahrheit zu gestehen, duwärest schon bei den Todtcn. Doch sage mir jetzt, war nicht gestern ein Abendländerhier, der sich von dir binde» und in den See werfen ließ?^ — ,Allerdings, mein HerrPilger/ antwortete ich, ,abcr ich bin nicht an seinem Tode schuld, denn er hätte michgetödtct, wenn ich nicht seinen Willen gethan hätte/ Als der Abendländer dies hörte,lächelte er, griff in den Quersack, der auf seinem Maulthiere lag, und bolte eine Schnurhervor, gab sie mir und sagte: ,Verfahre mit mir, wie mit meinem Bruder: sterbe ich,so bringe auch mein Maulthicr dem Juden, und er wird dir wieder einen Dinar geben/Ich dachte, diese Abendländer scheinen wahnsinnig zu scpn, doch bleibt mir nichts übrig,als ihnen zu gehorchen; ich band daher auch diesem Hände und Füße und warf ihn in