Achthundert und zweiuudachtzigste "Nacht. 555
und zu singen an, daß wir glaubten, das ganze Haus müsse mit uns umhertanzen. Nachdieser rief der Jüngling noch vier andere Mädchen, deren jede ein anderes Musik-instrument mitbrachte, und so verging uns ein Abend bei Wein, Gesang und Musik,wie wir noch keinen erlebt hatten. Das Wunderbarste aber war: als wir uns entfernenwollten, überreichte uns der Jüngling eine goldne und eine silberne Schüssel, mit denbesten gekochten Speisen und Früchten für unsere Familie gefüllt, und lud uns auf denfolgenden Abend wieder ein. Wir küßten ihm Hände und Füße, dankten für seineGastfreundschaft und versprachen, wieder zu kommen. Am folgenden Abend nahmen wirdie beiden Schüsseln unter daö Oberkleid und begaben uns wieder in das Haus desreichen Jünglings. Er nahm uns so freundlich wie am vorigen Tage auf und bewirtheteuns wieder auf dieselbe Weise, und so folgten noch achtundfünfzig Tage, die wir nievergessen werden, immer feinere Speisen, bessere Weine und schönere Mädchen, derenSchmuck mehr werth war, als alle Einkünfte Egyptens. Der junge Mann entfaltetevor uns einen solchen Reichthum, daß wir zuletzt mißtrauisch wurden und dachten, soviel kann nur ein Dieb oder Zauberer besitzen, darum, edler Emir, sind wir hierhergekommen, um dich auf diesen Jüngling aufmerksam zu machen."
Schehersad erzählte in der nächsten Nacht weiter: