Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
534
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Achthundert und stebeiiundstcbenzigstc Uacht.

sah ich die Leiche des Hausberrn mitten im Zimmer hingcstrcckt, seine Wittwe zerrauftesich das Haar und stieß ein jämmerliches Wehegeschrei aus.

-MUMM

Als die Zeit der Beerdigung kam, hatte man unglaubliche Muhe, um sie von derLeiche loszureißen. Ich beschloß, als ich dies sab, bis nach der Beerdigung bicr zubleiben, um dein Manne, gegen den ich die Verbindlichkeit des"Brodes und des Salzeshatte, bis auf den Begräbnißplatz zu folgen, und obgleich ich gar keine» Lärmen machte,so war doch mein Innerstes sehr betrübt. Als alle Vorbereitungen zur Beerdigunggetroffen waren, setzte sich der Leichcnzug in Bewegung; ich schwang meine Flügel undfolgte dem Zuge bis an die Stelle, wo man die Leiche niedersetzte, und während mandas Grab öffnete, ließ ich mich auf einen Bau;» in der Näbe nieder. Als man dieLeiche von der Bahre nahm, um sie in's Grab z» senken, warf sich die Wittwe, welcheden ganzen Weg her nicht aufgehört hatte, zu jammern und laut zu klagen, abermalsüber sie her und schrie, sie wolle mit ihrem Gatten beerdigt werden. Mit großerAnstrengung hielten sie ihre Verwandten fest, bis das Grab sich über ihrem Gattengeschloffen hatte; dann ging ein Jeder wieder in die Stadt zurück; nur die junge Wittwewollte trotz alles Zuredens die Nacht auf dem Grabe ihres Mannes zubringen. Vontiefem Schmerze ergriffen, hielt ich es für meine Pflicht, die Nacht in ihrer Nähezuzubringen, um sie in der Dunkelheit zu bewachen. Ehe indessen das Dunkel der Nacht,