Ächtbuiiderl l»,b »eunundsechzigste T1ael,t. 505
Wie dem auch sey, als Salomo in die Nabe dieses Tbales kam, sagte die Königinder Ameisen zu den Ihrigen: „Ziehet euch schnell in eure Höhlen zurück, daß Salomomit seinem Heer euch nicht verderbe." Der Wind brachte diese Worte vor Salomo'SOhren, als er noch drei Meilen weit davon entfernt war, er wunderte sich sehr überdie Vorsicht dieser Ameise und befabl sogleich dem Winde stille zu sieben, damit dieAmeisen Zeit genug haben, sich zu entfernen. Dann begab er sich zur Königin derAmeisen und sagte ibr: „Ich habe gehört, wie du die Deinigen vor mir und meinenHccrschaaren warntest, weißt du denn nicht, daß ich ein gerechter Prophet bin?" —„Du hast mich nicht verstanden," antwortete die Königin: „ich dachte keineswegs daran,daß du ihnen irgend eine Gewalt anthun würdest, sondern ich war nur für ibr Seelenbeilbesorgt; ich fürchtete nämlich, wenn sie dich sähen, sie möchten dich beneiden und dirNachsehen, und so lange das Lob Gottes unterlassen." Salomo sagte ihr dann: „Gibmir einige Lehren mit." — „Weißt du," fragte die Ameise, „warum dein VaterDavid hieß?" — „Nein." — „Weil er die verwundeten Herzen zu beilen verstand;
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und weißt du, warum du Suleiman heißt?" — „Nein." — „Weil dein Herz reinund vollkommen ohne Makel ist. Weißt du auch, warum dir Gott den Wind unterworfenhat?" — „Nein." — „Gott wollte dir damit andeuten, daß diese ganze Welt ein leererWind ist. Weißt du auch, warum deine Macht in dem Steine deines Siegelrings
Tausend nnd eine Nacht N
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