Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
474
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Ächtliundcrt »nd riiiuiidscchzigflr Nuchl.

Menschen und Genien nach ihm. Zuletzt Hörle ich, cs sey ein als Nabe verzauberterMensch hierhergekoinmcn, dem die Erzieherin der Prinzessinnen seine frühere Gestaltwieder gegeben. Ich erkundigte mich im Schlosse nach diesem Fremden, aber mansagte mir, er sey heimlich abgercist, Niemand wisse, wohin. Doch komm, laß unsschnell zu ihm eilen, ehe ich wieder seine Spur verliere." Da rief ich ihm zu:

Bleibe, wo du bist; ich bin Ali, der Sohn Farha's, den du suchst; willst dumich zu meiner Geliebten, der Königin Turaja, tragen?"Das geht nicht,"

antwortete Meischum,das würde meinen Flug hemmen, und ich muß sobald alsmöglich der Königin Nachricht von dir geben, daß sie nicht vor Schmerz «und Sorgeum dich sterbe; bleibe indessen hier bei meinem Freunde Barari, ich eile zu Turajaund komme bald hierher mit ihr." Kaum batte er diese Worte gesprochen, als erseine Flügel schwang, und in einem Augenblicke war er meinem Aug' entschwunden.

Als Meischum ferne war, sagte mir Barari:Weiche nicht vou dieserSiclle, bis ich wiederkehrc." Er flog dann auch weg und kam erst des Abends

mit einigen Nahrungsmitteln wieder zu mir. Am folgenden Tage nahm er wiederAbschied von mir, und nicht lange nachher ließ sich ein fliegender Genius zu mirherunter, nahm mich auf den Rücken und schwang sich mit mir gen Himmel, ichfiel vor Angst und Schrecken in Ohnmacht, und als ich wieder zu mir kam, befand ichmich in einem königlichen Schloß, einer Dame gegenüber, welche auf einem goldenenjuwelcnvcrzicrten Throne saß, vor welchem viele Dienerinnen knieten. Als ich die Augenöffnete, sah mich die Dame starr an und sagte leise zu einer andern Dame, die vorihr stand:Dieser Jüngling verdient wahrlich nicht, daß meine Schwester Turajasich um seinetwillen so gräme und mit allen Gcnienkönigen Krieg führe, sieh, wie seinAuge so matt ist, wie farblos seine Wangen und wie unbedeutend sein ganzes Wesen;wahrlich, hätte ich gewußt, daß der vielgepriesene Ali so aussieht, ich hätte gewiß

Niemanden abgesandt, um ihn hicrherzubringcn, doch, da er einmal in meiner Gewaltist, so diene er mir zum Versöhnungsmittel mit meiner Schwester Turaja." Siesagte dann laut zu den sie umgebenden Dienern:Wer von euch geht am schnellsten zumeiner Schwester Turaja, welche sich noch in der weißen Stadt bei den Töchtern derblauen Königin aufhält, und berichtet ihr, daß ihr geliebter Ali, der Sohn Farha's,bei mir ist." Da trat Humarich, ein Genius von riesenhafter Gestalt und schauderhaftemAnsehen, hervor und sagte:Ich eile wie der Wind zu ihr, wenn du es befiehlst, erhabeneKönigin." Sie ließ sich sogleich Dinte und Papier bringen und schrieb ihrer SchwesterTuraja einen Brief, dessen Inhalt keiner Erwähnung bedarf, legte ihn zu und übergab