Achthundert und neununddreißrgste Nacht. Zgl
fuhr zusammen und fragte den Mönch, was dieser Lärmen bedeute. ,Bei dem Messias/erwiderte der Mönch, ,ich habe manche Nacht hier allein zugcbracht und nie das mindesteGeräusch vernommen; ohne Zweifel sind fremde Seethiere auf die Insel gekommen, dienun mit den einheimischen Thieren im Kampfe sind/ Wir stellten uns dann auf einenhohen Stein, der vor dem Teiche lag, und sahen uns nach allen Seiten um, da entdecktenwir überall kleine fliegende Lichtchen, die sich gegenseitig verzehrten, auch sahen wirbewaffnete Männer in der Luft, gegen Andere mit Schwert und Lanze kämpfend, dannstießen zwei Armeen zu Pferd auf einander mit einem Kriegsgcschrei, daß die Erdewankte. Das blutigste Gefecht dauerte eine Weile fort, endlich gingen die zwei Heereauseinander, und es stellte sich ein alter, ehrwürdiger Graubart, von schönem Aussehen,jedoch halbblind, zwischen sie und rief mit lauter Stimme: ,Schonet doch euer Blut,ihr thörichtes Volk, und reibt einander nicht gegenseitig auf wegen eines Fremdlings,der weder König noch Prinz, sondern nur ein unbedeutender Mensch von der gewöhnlichenKlasse ist/ Dann trat dem Alten ein Mann in Elephantengestalt entgegen, sein Name warTud (hoher Felsen), und sagte ihm: ,O unser Vater, bei dem Siegel unsers HerrnSalomo, der Sohn Davids, unser Herr, der König Mutaa, ist ganz unschuldig andiesem unheilbringenden Kriege; das ganze Nebel kömmt von diesem verruchten TeufelSchul ahek her, der ist in unser Land gedrungen, hat unser Heiligthum entweiht,einen fremden Mann, Namens Zäher, entführt und ganz allein auf die Insel gesetzt;wir wollten weiter nichts, als diesen Fremdling nach dem Befehle der Prinzessin Farhazu uns nehmen, ihn beschützen und wieder in die Korallenstadt zum König Mutaabringen, da widersetzte sich uns der Räuber Schulahek, und so entspann sich dermörderische Kampf, dessen du Augenzeuge warst/ Der alte Halbblinde, sein Name warAbu Tawaif, erwiderte hierauf: ,Wisse, o König Tud, Schulahek ist nicht so sehrzu tadeln, wie du glaubst; die Prinzessin Farha, welche so viele Menschen und Geniendurch ihre Schönheit bezaubert, hat unter Andern auch Schulahek und seinen BruderSchalhuk in das Netz ihrer Liebe gezogen, sie bekriegten sich daher aus Eifersucht, und»ach langem Kampfe gelang es Schulahek, seinen Bruder zu tödten. Als er aber nunum Farha anhielt, ward er von ihr zurückgestoßen und sie zog ihm einen fremdenMenschen aus Damaskus vor, darum gab er sich Mühe, ihr diesen zu entreißen, unddarum flog er mit ihm auf diese entlegene Insel/ Darauf sagte Tud: ,U»d warumhat er ihn nicht umgebrachtDer Alte antwortete: ,Weil er doch die Rache Farha'sund ihres Vaters fürchtete, darum zog er vor, ihn hierher zu setze»; aber verdientwohl ein Geschöpf wie Zäher, daß ihr um seinetwillen euch so bekriegt?^ — ,Du hast