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4 (1841)
Entstehung
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353
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Achthundert und iirunundzuinnzigste dlachi.

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uustbeilte, dasselbe that er beim Abend- und Nachtgcbete, so daß er an diesem Tagefünftausend Dinare verschenkte. Ali sab ihm mit Verwunderung zu, durfte aber, ohnesich selbst zum Lugner zu machen, nichts sagen. Des Nachts war eine große Mahlzeit beiAli, während welcher Maruf nicht aufhörte von seinen vielen Maaren und Edelsteinenzu reden. Am folgenden Tage wendete er sich wieder an andere Kaufleute und fuhrso fort, bis er sechzigtausend Dinare entlehnt hatte. Als aber noch immer keineMaaren ankamen, verloren doch die Kanfleute ihr Vertrauen zu ihm und fragten Ali,warum denn Marufs Maaren so lange ausblieben. Ali wußte ihnen nichts zu sagenals:Habt Geduld, sie werden bald ankommen." Als er aber allein mit Maruf war,machte er ihm Vorwürfe darüber, daß er so viel Schulden mache, die er nie zu zahlenim Stande wäre, da er nichts besitze, noch etwas durch Handel zu erwerben suche.Wassind sechzigtausend Dinare?" erwiderte Maruf;wenn meine Maaren kommen, solasse ich meinen Gläubigern die Wahl, ob sie Geld oder Maaren wollen." Ali nannteihn einen Lügner und drohte ihm, ihn vor allen Leuten zu Schande zu machen; indessenkonnte er, obne sich selbst zum Lügner zu stempeln, nichts gegen ihn sagen, denn dasSprichwort lautet: Wev Jemanden lobt, dann schmäbt, der lügt zweimal. Als daherdie Kaufleute wieder zu ibm kamen, sagte er ihnen:Ich wage es nicht, Maruf etwaszu sagen, weil er mir selbst auch tausend Dinare schuldig ist, übrigens habe ich euchkeineswegs gerathen, ihm Geld zu leihen, wollt ihr also die Ankunft seiner Karavanenicht abwartcn, so klagt ihn bei dem König an." Die Kaufleute begaben sich hieraufin den Divan und trugen dem König ihre Klage vor. Als aber der König börte, daßMaruf alles entlehnte Geld wieder an Arme verschenkt habe, dachte er: dieser Mannist kein Gauner, er ist gewiß außerordentlich reich und erwartet die kostbarsten Maaren,die cs nur gibt, darum will ich mir ihn zum Freunde machen, so daß seine Schätze mirund nicht diesen Kaufleuten, die schon reich genug sind, zufließen. Uebrigens will icheinmal an einer Perle, die ich besitze, sehen, ob er dergleichen werthvolle Gegenständezu schätzen weiß. Der König ließ also Maruf zu sich rufen. Dieser bestätigte die Aussageder Kausleute und erklärte, er würde bei Ankunft der Karavane einen Jeden nachWunsch mit Geld oder Maaren befriedigen. Der König zeigte ihm hierauf eine Perle,so groß wie eine Haselnuß, die er für tausend Dinare gekauft hatte, und fragte ibn,wieviel sie wcrth sey. Maruf nahm sie zwischen seine Finger, zerdrückte sic und sagtelachend:Das ist keine Perle: was nicht so groß als eine Nuß ist, verdient den NamenPerle nicht, doch ihr sepd arme Leute, darum schlagt ibr auch so eine Perle bock an,bei uns aber gibt es Perlen, welche siebcnzigtausend Dinare werth sind." Des Königs

Tausend und ein- Stacht IV.

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