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seiner Geselle», er mache mit seiner Gattin in Gesellschaft Zeitmonds eine Vergnügungs-reise, trug ihm aber, falls Fremde oder der König von Baßra nach ihm fragen sollten,auf, ihnen zu sagen, er sep mit seiner Gattin nach Mekka gepilgert. Abid hatte aberauf der Reife dasselbe Schicksal, wie Zeitmond auf seiner Reise nach Baßra: er wardvon Arabern angefallen und ausgeplündert. Er mußte ganz nackt bis in das nächsteDorf laufen, wo ihm einige gute Leute ein paar alte Kleider schenkten. Er kam dannso bungrig in Kabira an, daß er auf den Straßen bettelte, bis ihn ein armerKahiraner mit zur öffentlichen Tafel nabm. Sobald Zeitmond ihn bemerkte, machteer leise seinen Vater darauf aufmerksam. Dieser sagte ihm: „Der Mann ist sebrhungrig, lasse ihn vor Allem sich sättigen, dann wollen wir ihn zu uns rufen lassen."Sobald Abid gegessen und Kaffee und Sorbette getrunken und sich gewaschen hatte, ließZeitmond ihn zu sich kommen, umarmte ihn und weinte an seinem Hals. Aber AbdArrahman sagte ihm: „So empfängt man keine» Freund; lasse ihn zuerst in's Badgehen und andere Kleider anziehen, dann unterhalte dich mit ihm." Er ließ hieraufAbid von einem seiner Diener wegführcn, und nach einer Weile kehrte er wieder undsah aus wie der Oberste der Kauflcute. Zeitmond stellte ihn dann seinen Bekanntenals einen alten Freund und Wohlthäter vor und erzählte ihnen, daß er von Arabernausgcplündert worden und es daher seine Pflicht sey, sich seiner anzunehmen. Als aber
die Gäste sich zurückgezogen hatten und sie allein mit ihm waren, sagte ihm Abd
Arrahman: „Du wirst wohl selbst einsehen, daß deine Frau viel schuldiger ist, alsmein Sohn, und ihm dabcr nicht grollen; bedenke aber auch, daß alle Männer mehr
oder weniger von ihren Frauen sich gefallen lassen müssen. Ich rathe dir daher, ihr zu
verzeihen; schon bereut sie ibr Betragen gegen dich und wird gewiß in Zukunft dir treusepn. Was das verlorene Geld angcht, so gräme dich darüber nicht, ich will dir esgern ersetzen und auch für alles Nvthige zur Reise sorgen, falls du mit ihr in deineHcimath zurückkehrcn willst; ziehst du es aber vor, hier bei uns zu bleiben, so wollenwir dir deinen Aufenthalt so angenehm als möglich machen. Hier hast du den SchlüsseldeS Hauses, in welches ich sie allein mit ihrer Sklavin eiugeschlossen habe, weil ich
wohl dachte, daß der Gatte einer so schönen Frau ihr bald Nachfolgen würde. Gehe
zu ihr, thue ihr aber nichts zu Leid und versöhne dich mit ihr."
Abid nahm den Schlüssel und ging in das Haus, welches ihm Abd Arrahman
bezeichnte. Dieser aber folgte ihm unbemerkt mit einem Schwert und beschloß bei sichselbst, ihn umzubringen, wenn er schwach und gemein genug sehn würde, sich mit einer soschlechten Frau wieder zu versöhnen. Als Abid in das Haus seiner Gattin kam, hörte