Achthundert und zweiun-zwanzigstc Illacht.
erwiderte sie, „welche in diesem Saale schlafen; drum lade ihn auf heute Abend wiederein, vielleicht kann er in einem andern Gemache besser schlafen." Abid widersprachseiner Frau nicht, und auch diese Nacht verging wieder wie die vorige, nur daßZeitmond diesmal beim Erwachen statt des Spielzeugs ein Messer in seiner Taschefand. Er begab sich daher nach dem Frühstück wieder zu seiner Alten und erzählte ihr,wie die Nacht abgelaufen und wie er trotz aller Anstrengung doch, sobald er den Kaffeegetrunken hatte, sich nicht mehr wach erhalten konnte. „Gott stehe dir bei," sagte die Alte,„wenn du diesen Abend wieder cingeladen wirst und einschläfst, denn durch das Messerbedroht dich deine Geliebte mit dem Tod. Wenn dir also dein Leben thcuer ist, so trinkekeinen Kaffee, denn dieser scheint mit einem einschläfernden Getränke vermischt zu scpn."
Auch diesmal sagte die Frau des Juweliers zu ihrem Manne, nachdem Zeitmondsich entfernt hatte: „Es ist Sitte, einen Gast drei Tage lang zu bewirtben, drum lade! auch heute noch den jungen Kaufmann ein." Der Juwelier eilte in ZeitmondsWohnung und beschwor ihn, auch diese Nacht noch sein Gast zu sepn, was er auch nichtablehnte. Es wurde wie in den beiden ersten Nächten gespeist und gebetet; als abernach der Mahlzeit die Sklavin den Kaffee brachte, sagte ihr Zeitmond: „Gib mirein wenig Wasser, ich habe Durst." Während sie aber ging, um den Wasserkrug zuholen, und der Juwelier seinen Kaffee schlürfte, goß Zeitmond den seinigen aus,stellte sich aber, um seine Geliebte zu täuschen, als schliefe er, bis sie mit einem Messer
M«
'MW»