Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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Äm folgenden Morgen begab sich Zeitmond zum Barbier, schenkte ihm wiederhundert Dinare und bat seine Frau um weitere Verhaltungsmaßregeln.Wenn dirheute Abid den Ring bringt," sagte des Barbiers Frau,so thue, als wenn du ihnanziehen wolltest, und sage, er sey dir zu eng; wenn er ihn dann erweitern will, sosage: Lasse ihn, wie er ist; schenke ihn einer deiner Sklavinnen und mache mir einen

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andern aus einem bessern Steine. Du gibst ihm dann einen Edelstein, welcher sieben-hundert Dinare werth ist, bezahlst ihm dreißig Dinare für den Siegelstecher voraus undschenkst jedem Arbeiter zwei Dinare. Morgen komme dann wieder mit zweihundertDinaren zu mir, da will ich dir sagen, was du ferner zu thun hast." Zeitmondbegab sich hierauf in den Laden Abid s und that, wie ihm des Barbiers Frau gerathen.Abid konnte eine solche Freigebigkeit gar nicht fasse»; freudig ging er nach Hause, gabseiner Frau Zeitmonds Ring und erzählte ihr, wie edel sich Zeitmond gegen ihnbenommen.Dieser Jüngling," fuhr er dann fort,kann unmöglich ein Kaufmannssohnseyn; er ist gewiß irgend ein fremder Prinz." Hierauf zog er dann den zweiten Steinaus der Tasche und arbeitete daran, bis der Ring fertig war. Seine Gattin zog ihnwieder an und wünschte auch diesen zu behalten; aber Abid sagte ihr:Habe Geduld,vielleicht verkauft er mir ihn." Am dritten Tage, als Zeitmond wieder zum Barbiermit zweihundert Dinaren kam, sagte ihm dessen Frau:Wenn Abid dir heute denzweiten Ring bringt, so sage, er sey dir zu weit, er solle dir, um nicht wieder zu irren,das Maß nehmen; schenke ihm auch den zweiten Ring für eine seiner Sklavinnen und